﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Schreibapparate zu Chronographen und Kymographien und Stative dazu.
Um mit einem Chronographen oder Kymographion exakt und bequem arbeiten zu können, mug man über Schreibapparate verfügen, die 1. die nötige Treue und Empfindlichkeit besigen, d, h. die Veränderungen, welche sie registrieren sollen, richtig deutlich wiedergeben, und die 2. genau und auf bequeme Weise in die richtige Lage zur SclircibfUiche gebradit werden können. Hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Forderungen, insbesondere die zweite, bei den im folgenden ausgeführten Apparaten erfüllt sind, seien einige allgemeine Bemerkungen vorausgeschickt.
a)	Was die Empfindlichkeit betrifft, so kann dieselbe bei dem Marey’schen und elektrischen Schreiber dadurch reguliert und den jeweiligen Umständen angepagt werden, dag der Angriffspunkt der Kraft an dem Schreibhebel verschoben wird, wie es bei dem ersten der genannten Schreiber allgemein üblich ist. Bei den elektrischen
Apparaten, den elektrischen Markierern, Stimmgabeln und Lamellen kann die Amplitude der Schwingungen auger durch Änderung der Stromstärke vor allem durch Annähern und Entfernen der Magnete vom Anker bedeutend beeinflugt werden.
b)	Zur Regulierung des Druckes des Schreibhebels ist derselbe um einen von der Spige ziemlich entfernt gelegenen Punkt drehbar, wie es das nebenstehende Schema andeutet.
c)	Die Marey’schen Schreiber können in der Richtung der Pfeile in nebenstehendem Schema gedreht werden. Dies hat hauptsächlich den Zweck> kleine Abweichungen von der Parallellage korrigieren zu können.
d)	Die Dimensionen der Apparate sind so gewählt, dag ihre Schreibspigen, wenn man die
Apparate neben dem Jaquet’schen Chronometer auf demselben Stab befestigt, ungefähr ebensoweit von dem Stabe abstehen, wie die Spigen des Chronometers. Die Gröge des erwähnten Chronometers ist deshalb als Norm für die Dimensionen der übrigen Apparate gewählt, weil dieses Instrument sehr verbreitet ist. Die genauere Eiustelluug aller Spitzen in eine Gerade ist bei den einzelnen Instrumenten in verschiedener Weise vorzunehmen: Bei den Marey’schen Schreibern, bei denen der Schreibhebel in einem Strohhalm besteht, der über einen Stift gesteckt wird (vgl. Nr. 29, Seite 20), schiebt man einfach den Halm an dem Stift etwas nach vorne oder hinten. Unsere neuen Modelle (Nr. 29, 31 u. 32) gestatten augerdem, den Hebel mittels einer Schraube in seiner Längsrichtung zu verschieben, so dag man die erwähnte Einstellung sehr bequem und genau ausführen kann.
e)	Nachdem man die Schreibapparate einzeln richtig eingestellt und ihre Spigen genau in eine Gerade gebracht hat, ist es von Wert, sie nunmehr gemeinsam von der Trommel weg und wieder geuau in dieselbe Lage zuriickbewegen zu können, ohne sie neuerdings einstellen zu müssen (vgl. das Schema zu b). Dies ermöglichen die im folgenden ausgeführten Stative.
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