﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Winkel der Drehung kann an der redits oben sichtbaren Gradeinteilung mittels des Nonius, der sich wie ein Zeiger mit dem Rahmen bewegt, auf Vio0 genau abgelesen und auf ’/ioo0 geschäht werden.
In diesem Rahmen werden die Fäden ausgespannt, deren Neigung man variieren soll, während solche Fäden, deren Neigung konstant bleiben soll, in dem festen Rahmen gespannt werden. An dem oberen und unteren Stabe des beweglichen Rahmens ist je eine Metalleiste angeschraubt, an welcher Klemmen verschoben und an beliebigen Stellen festgeschraubt werden können. An diesen Klemmen werden die Fäden befestigt. Der Faden des festen Rahmens ist oben an einen Stift gebunden, der nidit beweglich ist, unten an eine Klemme, die auf einer Metalleiste verschiebbar ist. Stift und Klemme ragen so weit nach vorne, dag der Faden in dieselbe vertikale Ebene zu liegen kommt, wie die beiden Fäden des vorderen Rahmens.
Die Fäden werden, nachdem man den Nonius auf 0 eingestellt, durch Vergleichung mit einem Lote in vertikale Lage gebracht. Die Ablesung gibt dann den genauen Winkel zur wirklichen Vertikalen an. Will man dem unbeweglichen Faden eine Neigung von z. B. 5% geben, so stellt man erst einen beweglichen Faden auf diesen Winkel ein und richtet nadi ihm den unbeweglichen.
Um auch in horizontaler Richtung Fäden spannen und aus ihr herausdrehen zu können, trägt der feste Rahmen an der hinteren Seite einen zweiten beweglichen Rahmen, der sich von dem vorderen nur dadurch unterscheidet, dag die Schrauben, mittels derer er am festen Rahmen befestigt ist, nicht in den vertikalen, sondern in der Mitte der horizontalen Arme liegen. Man erhält ein Bild dieses hinteren Rahmens, wenn man die nebenstehende Figur von der linken Seite aus betrachtet. Auch die Faden dieses Rahmens kommen in dieselbe Ebene zu liegen wie die übrigen Fäden.
Die genaue Horizontalstellung der Fäden wird in folgender Weise vorgenommen. Man verbindet 2 ungefähr vertikal stehende Röhrchen an ihren unteren Enden durch einen Schlauch und füllt dieses System kommunizierender Röhren mit Quecksilber. Die Kuppeln stellen sidi genau in eine horizontale Gerade, nach welcher man durch Visieren die Fäden richten kann.
Die Einstellung der Fäden bei den Versuchen kann vom Beobachter selbst vorgenommen werden. Um Konvergenz zu erreichen, braucht man nur die Fäden einander zu nähern. Um zu untersuchen, welchen Einflug Linien haben, die auger den bis jegt erwähnten 3 Fäden im Gesichtsfeld vorhanden sind, spannt man weitere Fäden in dem festen Rahmen aus. Ferner kann man Stäbe und andere Objekte in irgendwelcher Neigung hinter der Fadenebene aufstellen, um ihre Wirkung auf die Gröge des in Rede stehenden Winkels zu prüfen.
Nr. 51. Kantenapparat nach Hillebrand. (Zeitsdir. f. Psydi, Bd. VII, S. 108). Der Apparat dient dazu, einem Auge Objekte in verschiedenen Entfernungen
in der Weise darzubieten, dag die Beurteilung der Entfernung nur auf Grund der Akkommodationserscheinungen und der damit unvermeidlich verbundenen Konvergenz möglich ist, während alle anderen Motive der Tiefenlokalisation, z. B. Änderung der Bildgröge bei Änderung der Entfernung, ausgeschlossen sind. Auf einer horizontalen Grundplatte ist eine kurze vertikale Axe A befestigt, um welche sich die 2 horizontalen Winkel B drehen. Auf ihren 1 m langen Führungsschienen aus Metall mm! sind die Schieber PP1 geräusdilos verschiebbar, welche vertikale Rahmen tragen, über die auf der dem Beobachter zugekehrten Seite die undurchsichtigen Kartonschirme S S1 gespannt sind. Die inneren vertikalen Kanten dieser beiden Schirme, welche die auf ihre Entfernung hin zu beurteilenden Objekte bilden,
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