﻿SPINDLER &• HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Ein anderes Paar von Rahmen, welches rechts separat gezeichnet ist, hat folgendes Aussehen: Es sind in einer vertikalen, auf den Linealen senkrecht stehenden Ebene drei schwarze Haare gespannt, von denen das mittlere in fester, vertikaler Lage ist, während jedes der seitlichen durch je eine Schraubenspindel am oberen und unteren Ende des Rahmens erstens beliebig von den mittleren Fäden entfernt und zweitens beliebig schräg gestellt werden kann. In dem Schema sind die Fäden durch Kreuze gekennzeichnet.
Statt dieser Rahmen können endlich auch (nach Hofmann und Bielschowsky, Pflügers Arch. Bd. 80, 1) zwei verschiedene Paare von Trägern eingesetzt werden, auf welchen Karten oder Papiere mit Zeichen und Druckschrift zu befestigen sind; das eine Paar von Trägern gestattet, diese Bilder beliebig zu drehen, das andere ermöglicht eine genaue Höhenversdiiebung derselben.
Der Beobachter hält den Kopf so, dag die Drehpunkte seiner Augen über den Axen A, A2 liegen. Die legteren werden zu diesem Zwecke samt den Sektoren in die entsprechende Entfernung (Pupillendistanz) gebradit. Bei der den Linealen in der Figur gegebenen Lage bilden side z. B. die Fädentripel in den Neghäuten so ab, als würden sie die Bilder eines einzigen fernen Tripels sein. Dreht man nun die Lineale aus dieser Lage in der Richtung der Pfeile, so konvergieren die Augen, um die Fäden einfach zu sehen, in entsprechendem Mage. Der Konvergenzwinkel ist gleich der Summe der Winkel, um welche das rechte und das linke Lineal gedreht wurde. Diese Winkel sind an einer Gradeinteilung am Rande der Sektoren abzulesen. Zur Fixierung des Kopfes ist mit dem Apparat ein Stirnhalter und ein Beigbrettchen verbunden.
Mittels dieses Apparates lassen sidi viele wichtige Versuche über Tiefenlokalisation, über Inkongruenz der Neghäute, über Schielen usw. in exakter Weise durchführen.
Nr. 53. Stereoskop nach Wiechert, bestehend aus poliertem Mahagonirahmen mit mattgeschliffener Glasscheibe als Bildhalter. Uber dem Rahmen erhebt sidr der Linsenträger aus Aluminium. Die Linsen sind einzeln durch Schnecken für jedes Auge passend stellbar.
Nr. 54. Zeiss=Stereoskop mit wandernder Marke. (C. Pulfrich, Über neuere Anwendungen der Stereoskopie usw., Zeitschr. f. Instrumentenkunde Bd. 22, Heft 3, 5, 6 und 8 1902). Der Abstand der Okularlinsen von den Stereoskopbildern ist zum Zwecke der Einstellung auf die richtige Sehweite verstellbar. Ebenso lägt sich der Abstand der beiden Linsen variieren, um sie einerseits dem Augenabstand und andererseits dem Abstand der Stereoskopbilder anpassen zu können.
Zur Demonstration des stereoskopischen Sehens und zur Demonstration des stereoskopischen Megverfahrens dient das Stereomikrometer mit der sogen, wandernden Marke.
Dasselbe besteht aus einem Rahmen, der über das Stereoskopbild gelegt wird und 2 der Gröge der Bilder entsprechende Ausschnitte besigt. An der
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