﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 58. Apparat zur Bestimmung der PupHlendistanz. 2 gußeiserne Träger halten in Augenhöhe einen 5 cm hohen und 15 cm breiten Spiegel Sp, vor dem 2 Lote Lt L2 hängen, die sich in einer zur Spiegelebene genau parallelen Ebene verschieben lassen. Ihre Entfernung ist an einer Skala mit Nonius abzulesen. Um ein Pendeln der Fäden zu vermeiden, tauchen dieselben mitihren Bleigewichten in eine kleine Wanne, die mit einer die Bewegung dämpfenden Flüssigkeit gefüllt wird.
Der Kopf des Beobaditers wird mittels eines an einem Stativ befestigten Beißbrettchens (vgl. Nr. 63) fixiert und der Spiegel möglichst genau in eine frontalparallele Ebene gebracht.
Die Messung des Augenabstandes geschieht in der Weise, daß man zunächst einen Faden so vor dem gleichseitigen Auge umherschiebt, bis er sidi mit seinem Spiegelbilde deckt; dasselbe tut man sodann mit dem anderen Lot. Die auf der Skala abgelesene Distanz der Fäden stellt die Pupillardistanz dar,
Nr. 58 a. Derselbe mit Feinstellung der Lote durch Schrauben.
Nr. 59. Einfacher Augenabstands= messer nach Zeiss. Wenn es nicht auf größere Genauigkeit ankommt, so genügt dieses kleine lnstrumentchen zur Bestimmung der Basallinie. Im Gegensaß zu dem vorigen Apparat fällt die exakte Fixierung des Kopfes weg. Im Übrigen ist das Prinzip ein ähnliches.
Das Instrument besteht aus nichts weiter als aus einer kleinen, flachen Pappschachtel, deren eine kürzere Seite schräg gestellt und mit einer Skala versehen ist, während die gegenüberliegende Seite 2 Spiegelchen (in der Figur gestrichelt gezeichnet) trägt. Die Skala besteht auf der linken Seite aus einer O-Marke und auf der rechten aus 30 mm Teilstrichen, die nach ihrer Entfernung von der O-Marke bezeichnet sind. Entsprechend ist in der gegenüberstehenden Wand links ein kurzes, rechts ein längeres Spiegelchen eingeseßt.
Man legt das Instrument mit der schrägen Seite ungefähr symmetrisch an der Nasenwurzel an. Dann betrachtet man im kleineren Spiegel seine linke Pupille und verschiebt das Instrument so lange nach rechts oder links, bis die durch den Spiegel ebenfalls gesehene O-Marke genau unter der Mitte der linken Pupille zu liegen kommt. Indem man darauf bedacht ist, das Instrument nicht zu verschieben, fixiert man sodann seine rechte Pupille und liest gleichzeitig an der Millimeterskala ab, welcher Teilstrich wieder unter der Mitte der Pupille liegt. Diese beiden Einstellungen wiederholt man mehrmals zur Kontrolle. Der an der Skala abgelesene Teilstrich zeigt, wie man leicht einsieht, die Pupillendistanz an.
Nr. 60. Kopt'halter, wie er von Photographen benußt wird, mit stabilem Fuß und mehrfach verstellbarem, mit Tuch überzogenem Bügel zum Anlehnen des Hinterkopfes.
Nr. 61. Stirnhalter. In einer Zwinge ist ein kräftiger Eisenstab in vertikaler Richtung verschiebbar, der ein lyraförmig gebogenes Flacheisen trägt, dessen obere Enden durch ein straffgespanntes Band verbunden sind. An dieses wird die Stirne gelehnt.
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