﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 62. Stirn- und Kinnhalter. Zwei Zwingen werden im Abstand von 30 cm an die Tischkante geschraubt. Jede trägt einen vertikalen Stab. An diesen Stäben lassen sich 2 horizontale Verbindungsleisten verschieben, von denen die obere zum Anlegen der Stirne, die untere zum Anlegen des Kinnes bestimmt ist. In der Mitte haben sie eine der Stirn bezw. dem Kinn entsprechende flache Ausbuchtung, die mit schwarzem Sammet überzogen ist.
Nr. 63. Einfacher Kopffixierer (Beissbrettchen). Eine vollkommen exakte Fixierung des Kopfes kann nur durch das von Helmholg erdachte Beigbrettchen erreicht werden. In einer Zwinge wird ein Stab in entsprechender Höhe festgeklemmt und an dessen oberem Ende das vernickelte Beigbrettchen festgeschraubt. Es lägt sich in einem Schlige ein wenig nach vorne und hinten schieben und auch zur Seite drehen. Die Löcher in dem Brettchen haben den Zweck, dag die Schellack- oder Stentsmasse, in welche die Zähne abgedrückt werden, sicher hält. Dem Apparat werden 3 Beigbrettchen beigegeben.
Nr. 64. Kopffixierer nach Hering. (Die Lehre vom binokularen Sehen, S. 78.) In den Axen A A,, die genau in derselben horizontalen Geraden liegen, dreht sich der innere Rahmen R des Kopfhalters, welcher das Beigbrettchen B trägt. Zunächst fixiert man die Lage des Kopfes relativ zum Beigbrettchen, indem man auf dieses Stentsmasse oder Schellack aufträgt und in denselben beigt, so dag ein Abdruck der Zähne gebildet wird. Sodann wird der Apparat so eingestellt, dag die Drehpunkte der Augen in der Linie A A[ liegen. Um das zu ermöglichen, sind der Rahmen und das Beigbrettchen in mehrfacher Hinsicht verstellbar. Zunächst kann der ganze Rahmen durch die Schrauben S! Sx verschieden hoch gestellt werden; dann ist die vordere, das Beigbrettchen haltende Leiste durch die Schrauben Ss S2 nach vorn und hinten zu verschieben. Endlich lägt sich das Beigbrettchen um die vertikale Axe der Schraube S3 beliebig drehen und augerdem in einem Schlige um einige Zentimeter nach vorn und hinten schieben, ähnlich wie das Beigbrettchen in Nr. 63. Ist die angedeutete Kopflage erreicht und durch den Abdruck der Zähne fixiert, so kann man - und das ist der Hauptzweck des Apparates -den Kopf um die dur* die Drehpunkte der Augen gehende Axe dadurch neigen, dag man den Rahmen um die Axe A A, dreht. Der an der Halbkreisteilung K ablesbare Winkel gibt dann die Neigung der Blickebene an.
Über die Kontrolle dafür, ob die Augen die geforderte Stellung wirklidi einnehmen, vergleiche die oben zitierte Abhandlung.
32