﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 65. Kopffixierer nach Donders. Arch. f. Ophthalm. Bd. 21, IH, S. 110.) Der Apparat ist zunächst für daslsoskop (vgl. Nr. 50) gebaut, lägt sich jedoch auch gesondert von diesem verwenden. Das Prinzip und der Zweck sind dieselben wie beim Hering-schen Kopffixierer Nr. 64; auch die Konstruktion ist wenig geändert. An dem Tisch T
ist der Stab S befestigt, der den Bügel ABA trägt. Durch die Enden desselben geht die Axe a a’, um welche der Kopf gedreht werden soll. Der um diese Axe drehbare Teil des Apparates ist genau so konstruiert wie beim Hering’sehen Instrument. Nur ist das Beig-brettchen längs der Messungsstange s, an der es sigt, verschiebbar und um sie drehbar.
Gebraucht man den Kopffixierer zu Versuchen mit dem Isoskop, so wird er in folgender Weise mit demselben verbunden. Um den Kopfhalter herum wird der groge Rahmen R auf gestellt, welcher 2 kräftige Arme VP trägt, die um die Axen m, drehbar sind. An ihren Enden wird der feste Rahmen des Isoskopes befestigt. Das Gewicht derselben wird durch die Gegengewichte Q ausgeglichen. Der Kopfhalter wird so gerichtet, dag seine Axe a a1 mit der Axe m m1 des Rahmens R genau in eine Gerade fällt. Dreht man dann das Isoskop um m m1, so dreht es sich um eine durch die Drehpunkte der Augen gehende Gerade. Fixieren die Augen dabei stets dieselben Punkte der Fäden des Isoskopes, so wird auf diese Weise die Blickebene geneigt. Von dieser Bewegung wird bei kleinen Neigungen der Blickebene Gebrauch gemacht. Will man grögere erzielen, so dreht man den Kopfhalter.
Wie man kontrollieren kann, dag die Axe a a1 durch die Drehpunkte der Augen geht, und wie man die Primärstellung erreicht, möge man aus der oben zitierten Abhandlung S. 111 entnehmen.
Nr. 66 Ophthalmotrop nach Knapp (vgl. Helmliolg, Physiolog. Optik, II. Aufl., S. 667). Zwei die Augäpfel repräsentierende weige Kugeln, in welchen Linse, Iris und Pupille markiert sind, sind in Kugelgelenken allseitig drehbar. An den Punkten, welche den Angriffspunkten der Muskel entsprechen, greifen Schnüre an, die so geführt sind, dag auch ihre Richtung der Richtung des Muskeizuges entspricht. Durch Ziehen an diesen Schnüren kann man demonstrieren, welche Wirkung die Kontraktionen der einzelnen Muskel haben und durch welche Muskelkontraktionen die einzelnen tatsächlich vorkommenden Augenbewegungen Zustandekommen.
Nr 67 Phaenophthalmotrop nach Donders. („Die Bewegungen des Auges, veranschaulicht durch das Phaenophthalmotrop“, Archiv f. Ophthalmologie, Bd. 16 Abt. I.) Während die Ophthalmotrope zeigen, wie die Augenbewegungen durch Innervation entsprechender Muskel Zustandekommen, soll dieses, aus praktischen Vorlesungsbedürfnissen hervorgegangene Instrument in erster Linie die Gesege der Augenbewegungen selbst, vor allem das Listing’sche Geseg, anschaulich machen. Welche Muskel verkürzt, bezw. passiv verlängert werden müssen, um diese Bewegungen zu erzeugen, ist eine zweite Frage, die sich, sobald man die Bewegungen selbst klar vor Augen hat, leicht beantworten lägt.
Der Augapfel 0 O ist um die Axe a a in dem Ringe R drehbar. Dieser Ring dreht sich wieder um die in der Figur horizontal liegende Axe a’, welche in dem Ringe R’ R’ gelagert ist. Dieser endlich lägt sich mittels des Stiftes S konzentrisch im Ringe R” drehen. Augerdem ist die vorne im Augapfel steckende Röhre r um ihre eigene Axe zu drehen.
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