﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
zusammengesetzten Scheibe. Es entstehen bei der Rotation auf grauem Grunde zwei Ringe, von welchen der innere zur Hälfte die zu untersuchende Farbe enthält, der äugere zur Hälfte ein Gemisch aus Weig und absolutem Schwarz, da ja durch die Ausschnitte auf die dahinterstehende Dunkeltonne gesehen wird. Zur anderen Hälfte enthalten beide Ringe das Grau des Hintergrundes. Man schiebt nun den Weigsektor so lange über die Öffnung, bis die beiden Ringe gleich bezw. gleich hell erscheinen. An der an der Hinterscheibe angebrachten Skala kann die Gröge des Weigsektors abgelesen werden.
Nr. 98. Polariphotometer nach Hering. (Grundzüge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg 1905, S. 67). Das Instrument ermöglicht es, ähnlich wie die Scheibe zur Bestimmung des Kreiselwertes (Nr. 97), festzustellen, wieviel Licht ein Papier reflektiert (Remissionsvermögen im Verhältnis zu einem weigen Normalpapier (Barytweig). Wie dort, so wird auch hier das Normalweig mit dem idealen Schwarz des Dunkelkastens (Nr. 85) sozusagen gemischt und das Mischungsverhältnis so lange geändert, bis eine der zu untersuchenden gleidie, bezw. gleichhelle Farbe herauskommt.
Die Dunkeltonne wird vertikal auf den Boden gestellt, mit der Öffnung nach oben gerichtet. Über dieselbe schiebt man von rechts und von links her zwei Streifen, der eine von Normalweig, der andere von dem zu eichenden Papier; der Zwischenraum wird durch das Schwarz der Dunkeltonne erfüllt. Das Ganze betrachtet man durch das Polariphotometer; dasselbe besteht aus einem doppelbrechenden Prisma und aus einem darüber befindlichen Nikol. Das erstere erzeugt von jedem Streifen 2 nebeneinanderliegende Bilder o und e. Die Streifen werden einander soweit genähert, dag, wie das
0
o
einer gewissen Stellung ist w=p.
360 tg2 if der Kreiselwert des untersuchten Papieres.
Schema zeigt, das ordinäre Bild o des rechten und das extraordinäre Bild e des linken Streifens sidi eben berühren.
Durch den drehbaren Nikol über dem Prisma werden die beiden Streifen w und p betrachtet. Er wird zunächst so gestellt, dag das extraordinäre Bild, also w ganz verschwindet. Dreht man ihn dann aus dieser Stellung heraus, so wird w sichtbar und immer stärker, während p schwächer wird. Bei War hierzu eine Drehung um <p° nötig, so ist
Nr. 99. Einfaches Photometer nach Bougner. (Vergl. Hering, Grundzüge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg. 1905 S. 15.) Es besteht aus einem T förmigen,
innen sorgfältig geschwärzten Kasten, in dessen Mitte ein Holzprisma eingesegtist, dessen Kante dem von oben herab blickenden Beobachter zugekehrt ist. Auf die beiden Flädien a b werden die zu vergleichenden Papiere (auf Glas aufgezogen) gelegt und von rechts und links her durch gleiche Lichtquellen aus solcher Entfernung beleuchtet, dag sie gleich er-sdceinen. Legt man gleiche
44