﻿SPINDLER & HOYER G.m b.H. GÖTTINGEN
Lichtstärke abschwächen zu können. Dies ist erstens durch drei durchlöcherte Metallseheiben ermöglicht, deren Löcher eine solche Größe haben, dag durch Einschieben der hintersten Scheibe die Intensität auf '/._,0 herabgesegt wird, und ebenso durch Hinzufügen der mittleren und vorderen Scheibe die Intensität jedesmal auf ‘/20 des früheren Betrages sinkt; zusammen bewirken also die 3 Scheiben eine Herabsegung der Lichtstärke auf '/sooo- Weiter befindet sich in der Mitte des Kastens ein Aubert’sehes Diaphragma, dessen Öffnung zwischen 1 und 10000 mm2 variiert werden kann. Die Beleuchtungsstärke von m3 ist aber der Größe der Diaphragmaöffnung proportional. Also verhalten sich die extremen Beleuchtungsstärken, die durch Ein- und Ausschieben der Platten und durdi Verstellen des Diaphragmas erreichbar sind, wie 1:80 Millionen. Die Öffnung des Diaphragmas wird durch Drehen des Steuerrades Tr variiert und seine Größe durch das Fenster K in der oberen Wand des Kastens an einer Skala abgelesen.
Hat man diejenige Einstellung des Apparates bestimmt, bei welcher die Lichtstärke des Feldes 1 Meterkerze ist (es ist dies die Schwelle für ein gut hell adaptiertes Auge), so lägt sich für jede andere Einstellung die Lichtstärke nach diesem absoluten Mage ausdrüeken; man hat nur mit einer Konstanten zu multiplizieren.
Um im Dunkeln das zu betrachtende Feld finden zu können, ist es vorteilhaft, etwa an den oberen Rand desselben das Fixierzeichen Nr. 131 zu halten.
Die Lampen dürfen nicht zu lange brennen, da sonst die Hige den Apparat beschädigen kann.
Nr. 104. Apparat für Simultankontrast nach Hering. (Zeitsdirift f. Psych. Bd. 1.) Man bringt die Augen von oben her möglidist nahe an die beiden farbigen Glasplatten p pl heran und fixiert, durch dieselben blickend, den Knopf k. Der
von der weißen Grundplatte sich abhebende schwarze Streifen s erscheint dabei in Doppelbildern, welche, wenn die beliebig auszuwedi-selnden Gläser ppj verschiedenfarbig sind, ebenfalls verschieden gefärbt erscheinen, was nach der psydiologischen Theorie des Kontrastes unmöglich wäre, da der Grund einfarbig, nämlich in der Misdifarbe der beiden Gläser erscheint.
Mittels der allseitig verstellbaren weißen Platten w’ w kann man der Farbe der Gläser mehr oder weniger weißes Licht zusegen, um die Kontrastfarben besser zur Geltung zu bringen. Aus dem gleichen Grunde sind die Platten p’ p drehbar. Die farbigen Gläser können ausgewechselt und die jeweilig nicht benötigten Gläser in der Schublade des Tischchens aufbewahrt werden.
Der Apparat läßt sidi auch zur Demonstration des binokularen Kontrastes verwenden.
Nr. 105. Apparat zur Demonstration des Spiegelkontrastes nach Hering.
(Pflügers Archiv Bd. 41, Seite 358.) In einen oben und vorne zu öffnenden Kasten sind unter dem Winkel von 45° Spiegelglasplatten von verschieden gefärbtem Glas einzusegen. An der Grundfläche und an der Hinterfläche sind weiße Kartons mit schwarzen, 1 cm breiten Ringen von verschiedenen Durchmessern angeklebt. Blickt man von oben in den Kasten, so sieht man die untere Platte durch das Glas z. B. grün gefärbt, während von der hinteren Platte infolge der Reflexion an der oberen Fläche des grünen Glases weißes Licht heraufgesendet wird. Die Durchmesser der Ringe der beiden Platten sind nun, wie das Schema zeigt, so gewählt, daß zwischen je zwei Ringen der einen Platte ein Ring der anderen Platte gesehen wird. Die Ringe der unteren Platte erscheinen in der Kontrastfarbe, in unserem Falle rosa, die Ringe der hinteren Platte grün; der Grund ist weißlichgriin gefärbt. Eine unten am Kasten angebrachte Holzklappe, welche in der Figur nicht gezeichnet ist, dient dazu, das in den
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