﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
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Kasten fallende Licht abzuschwächen und jene Beleuchtungsstärke herzustellen, bei welcher die Kontrastfarbe am intensivsten gesehen wird. Bei dunkleren Plaiten neigt man sie nach unten, bei helleren, z. B. Gelb, stellt man sie nahezu senkrecht.
Nr. 106. Farbige Fenster zur Erzeugung farbiger Schatten nach Hering. (Pflügers Archiv Bd. 42, S. 113.) Ein in einer Dunkelkammer einzuseßendes Fenster ist folgendermaßen eingerichtet: Durdi zwei, etwa in l/2 m Entfernung nebeneinander liegende, in ihrer Breite variierbare Spalte kann das Tageslicht einfallen. Der eine Spalt wird durch Fenster mit farbigem Glas verschlossen, vor dem anderen Spalt lägt sich ein zur Hälfte aus Milchglas gebildetes, zur Hälfte undurchsichtiges Fenster in vertikaler Richtung verschieben. Lägt man durch den ersteren Spalt z. B. rotes Licht R eindringen, so beleuchtet dasselbe die Milchglasplatte M mit Ausnahme eines Streifens GR, welcher im Schatten der vor der Platte vertikal stehenden Leiste S liegt. Infolge der roten Umgebung des Streifens erscheint derselbe in der Kontrastfarbe (grün), welche bei günstiger Beleuchtung von dem weißen Fenster W her sehr deutlich hervortritt. Der Streifen R ist nur von dem roten und nicht vom weißen Fenster beleuchtet und erscheint daher viel gesättigter als die übrige Platte. Das Experiment gehört zu den schönsten Demonstrationsversuchen. Zur Bestimmung des Preises ist die Angabe der Größe der Fenster notwendig.
Nr. 107. Doppelter Nuancierungsapparat nach Hering. (Grundzüge der Lehre vom Lichtsinn, 2. Lfg. 1907, S. 12t). Bei diesem Apparate ist in fruchtbarer Weise das Prinzip verwendet, durch verschiedene Neigung eines farbigen oder farblosen Feldes gegen die Lichtquelle, z. B. gegen das Fenster, innerhalb weiter Grenzen jede Intensitätsnuance herzustellen.
In dem unteren Teile eines innen mit schwarzem Tuchpapier ausgelegten Kastens, welcher mit seiner offenen Wand gegen das Fenster zu stellen ist, sind die beiden Platten p! p, befestigt; jede Platte ist unabhängig von der anderen um eine horizontale, in derselben Geraden liegende Axe drehbar, und die jeweilige Neigung kann an den außen angebrachten Teilkreisen K abgelesen werden. Will man den Platten die gleiche Neigung geben, so kuppelt man sie durch einen Schieber. Auf diese Platten werden Papiere gelegt oder besser — da die Papiere häufig nidit ganz eben aufliegen — mit Papier überzogene Glasplatten. Damit diese bei Neigung der Platten nicht abgleiten, sind die Ränder der leßteren aufgebogen.
Die obere Wand des Kastens ist bis auf einen Rand von wenigen Zentimetern entfernt. Über die so entstehende rechteckige Öffnung werden Kartons gelegt, die auf der Unterseite mit Tuchsehwarz, auf der Oberseite je nach Bedarf mit
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