﻿SPINDLER & HOYER G.b.m.H. GÖTTINGEN
farbigem oder farblosem Papier überklebt und mit 2 Löchern versehen sind, durch die man auf die beiden Platten Pi P, sieht, so dag die Löcher mit der Farbe der von unten herauf kommenden Lichter erfüllt erscheinen (Loch-Methode). Die Gröge der Löcher richtet sich nach dem Zweck der Versuche. Bei Hellig--keitsbestimmung- farbiger Papiere, wo auf die eine Platte das farbige Papier, auf die andere ein passendes Grau gelegt wird, macht man die Löcher rechteckig und möglichst grog, aber doch so, dag die Ränder der Platten auch bei starker Neigung derselben verdeckt bleiben. Ähnliches gilt bei anderen Versuchen, wo man die von unten kommenden Lichter vergleichen will, ohne dag die Neigung der Felder erkannt werden soll. Zieht man andererseits den oben aufgelegten Karton wieder weg, so dag die Neigung gesehen wird, so zeigt sich der Einflug der „Gedäichtnisfarbeu“ in auffallender Weise. Bei Versuchen über Simultan-kontrast, zu denen sich dieser Apparat besonders eignet, werden die Löcher im oberen Karton klein genommen, etwa 12 mm Durchmesser, damit die Kontrastfarbe das ganze Feld erfüllt. Das kontrasterzeugende Feld wird durch den Karton gebildet, bezw. durch die auf ihn aufgelegten farbigen oder farblosen Papiere, die dann ebenfalls ein entsprechendes Loch besigen. Legt man auf die eine Hälfte des Kartons ein möglichst schwarzes Papier, auf die andere weiges, so sieht man bei gleicher Neigung der Platten p, p2 durch den Unterschied der beiden Löcher augenfällig die Wirkung des vom weigen Papier erzeugten Kontrastes. Die Figur zeigt diese Anordnung, indem die Verschiedenheit der beiden Hälften des Kartons durch verschiedene Schraffierung angedeutet ist. Man kann auch die Stärke des Kontrastes bestimmen, indem man die eine Platte so lange neigt, bis die beiden Löcher gleich erscheinen; die Gröge des Unterschiedes der Grau der beiden Platten ist ein Mag der Stärke des Kontrastes.
Der Apparat gestattet ferner, den von unten kommenden Farben weiges Licht zuzusegen, indem dieses durch eine Milchglasplatte (vgl. Nr. 84) durch die geöffnete seitliche Türe T2 in der Richtung des Pfeiles in den Kasten gesendet und durch die Glasplatte P nach oben reflektiert wird. Durch diese Einrichtung lassen sich einige weitere Versuche mit dem Apparate anstellen. Z. B. kann man die Wirkung der durch den Weigzusag erzeugten Adaptationsänderung demonstrieren (Koeffizientensag, vgl. auch Hering a. a. O. S. 124). Wenn man die das Licht hineinreflektierende Platte verschieden gegen das Fenster neigt, so erhält man verschieden starken Weigzusag zu den von unten heraufkommenden Lichtern. Man kann auf diese Weise die Farben mehr oder weniger mit Weig verhüllen. Wir liefern — nach einem Vorschläge von Rupp — zu dem Apparat auch eine Milchglasplatte von entsprechender Gröge, die an der Seite des Kastens angehängt werden kann und um eine vertikale Axe drehbar ist, um eben verschieden starken Weigzusag erzeugen zu können; der Neigungswinkel ist an einer Kreisteilung abzulesen.
Dem Apparate werden Papiere und mit Papieren überzogene Glasplatten für einige wichtige Versuche beigegeben.
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