﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN ;
Anstatt mit den Platten pI p2 liefern wir den Appirat auch — nach einem Vorschläge von G. E. Müller — mit elektrischen Kreiseln, die entweder feststehend oder um dieselbe Axe wie die Platten drehbar sind. Die Kreisel sind bei dem Preis nicht mit eingerechnet.
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Nr. 108. Müller’scher Aufsatz zum Nuancierungsapparat. Über die Öffnung in der oberen Wand des Nuancierungsapparates wird statt des oben erwähnten Kartons ein stereoskopartiger Kasten geschoben, der in seiner unteren Platte zwei Aubert’sche Diaphragmen d, ds besißt, durch die man auf die Platten im großen Kasten sieht. Oben trägt das Stereoskop zwei Okularrohre R, R2, die sich mittels Gummiringes an ihrer Mündung eng an das Auge anlegen. Schließt man die beiden getrennten vorderen Deckel Ü! D2 des Stereoskopes und die Diaphragmen, so gelangen gar keine Strahlen in das Auge. Der Müller’sche Kasten wirkt also wie ein Dunkelzimmer. Je nachdem man die Deckel einzeln schließt oder öffnet, lassen sich bei hinreichend langer Betrachtung für jedes Auge getrennt verschiedene Adaptationszustände herstellen, und die Wirkungen der nach Öffnung der Diaphragmen von unten kommenden Lichter prüfen.
Nr. 109. Rupp’scher Aufsatz zum Nuancierungsapparat. Will man mit dem Nuancierungsapparat die Geseße des Kontrastes genauer zeigen, so ist es nötig, auch den Grund, auf welchem die Farben der Platten p, p2 erscheinen, nuancieren zu können. Diesem Zwecke dient der in Rede stehende Aufsaß. Die Papiere, weldie den Grund (kontrasterregendes Feld) bilden sollen, werden auf die drehbaren Platten q, qa gelegt, welche, wie auch die Papiere selbst, einen streifenförmigen Schliß besäßen, durch den die Farben der unteren Platten gesehen werden. Uber die rechteckige Öffnung in der oberen Wand des Aufsaßes wird ein Karton mit den in der Figur gezeichneten Ausschnitten gelegt, welcher die Ränder von qi q, verdeckt.
Erteilt man diesen sehr verschiedene Neigung, so daß sie verschiedenen Kontrast erzeugen, stellt jedoch p, p2 so ein, daß die beiden Kontrastfelder gleich erscheinen, so bleibt diese subjektive Gleichheit erhalten, wenn man den oberen Karton wegzieht, troßdem, wegen der Gedächtnisfarben, die beiden kontrasterzeugenden Felder objektiv Es läßt sich also gleichzeitig zeigen, daß die Gedächtnis-
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andere geworden sind, auf den Kontrast keinen Einfluß hat.
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