﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 110. Apparat zur Demonstration der Nachbilder nach Hering. Der Apparat besteht aus einem Kasten, in dessen unterer Hälfte eine Reihe von Tafeln hängen, die mittels der seitlichen Griffe hochgezogen werden können. Auf jeder Tafel ist ein Quadrat von intensiver Färbung aufgeklebt mit einem Fixationspunkt in der Mitte. Nachdem der Beobachter dieses Quadrat längere Zeit fixiert hat, lägt man die Tafel des Kastens fallen, und der Beobachter sieht nun auf der grauen Hinterwand das Nachbild des Quadrates.
Nr. 111. Einfacher Spiegelfarbenmischapparat. (Vgl. Helmholg, Phys. Opt. II. Aufl. S. 350, und Hering, Grundzüge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg. 1905 S. 56.) Auf einer mit schwarzem Sammt überzogenen Grundplatte erhebt sich in der Mitte ein Spiegelglas Sp. Legt man rechts und links von ihm farbige oder farblose Papiere f^ f, (am besten auf Glas aufgezogen) auf und blickt von O aus schräg gegen das Spiegelglas, so mischen sich mit den direkt von ft kommenden Strahlen diejenigen Strahlen, die von f, herkommen und an dem Spiegel reflektiert werden.
Der Apparat wird aber erst dadurch wertvoll, dag man das Verhältnis der beiden Komponenten des Mischlichtes ändern kann, u. zw. ist dies auf dreifache Weise möglich: erstens dadurch, dag man die Papiere symmetrisch zur Glasplatte
auseinander oder zusammenschiebt; zweitens dadurch, dag der Beobachter selbst von einem höheren oder tieferen Punkte aus betrachtet; endlich dadurch, dag man die Glasplatte um den Punkt a dreht; dabei mug man, falls man eine vollständige Deckung der beiden Papiere wünscht, das eine derselben, welches nicht direkt gesehen wird, entsprechend verschieben. Der Grund, weshalb sich das Verhältnis der Komponenten ändert, ist in allen 3 Fällen der, dag dabei der Reflexionswinkel des gespiegelten Lichtes variiert wird, und dag das Licht um so vollständiger reflektiert wird, je flacher es auffällt, je gröger also der Einfalls- und der Reflexionswinkel ist.
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