﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Auf diese Weise lassen sich also 2 Farben in beliebigem Verhältnis mischen. Auch mehr oder weniger Weig lägt sich einer Farbe zusegen, indem man auf die linke, direkt gesehene Seite die Farbe, auf die rechte das weige Papier legt und unter verschiedenen Winkeln auf die Glasplatte blickt. Ebenso lassen sich schwarzverhüllte Farben erzeugen; man legt in diesem Falle auf die linke Seite kein Papier, sondern blickt auf den schwarzen Sammt, mit dem die Grundplatte überzogen ist und ändert die Intensität des reflektierten Lichtes wieder in einer der oben beschriebenen 3 Arten. Legt man endlich auf die eine Seite ein belegtes Spiegelglas, so kann als die eine Komponente auch Tageslicht, das Blau des Himmels etc. verwendet werden.
Dem Apparate werden einige mit verschiedenen Papieren überzogene Glasplatten beigelegt, welche beim Nichtgebrauch in der unter der Grundplatte befindlichen Lade aufbewahrt werden können.
Nr. 112. Farbenmischapparat für farbige Gläser nach Hering. Der Apparat
dadurch erzeugt werden, dag weiges Licht durch farbige Gläser hindurch gesendet wird, in beliebigem Intensitätsverhältnisse zu mischen. Die 3 mattgeschliffenen Milchglasplatten ww, ws senden weiges Licht in das Kästchen K. Beim Eintritt in dasselbe durchsegt das Licht die farbigen Gläser f ft f2, die vor die betreffenden Öffnungen des Kästchens geschoben und beliebig ausgewechselt werden können. Sodann werden im Innern die von rechts und von links kommenden Strahlen durch die Glasplatten s s1 nach oben reflektiert, so dag also in das von oben her blickende Auge die Strahlen aller 3 farbigen Lichter gelangen und sich in demselben mischen. Will man nur 2 Farben mischen, so schliegt man eine der Türen 1t, t2, die vor den 3 Öffnungen angebracht sind. Die Intensität jedes einzelnen Mischlichtes wird dadurch variiert, dag man die Milchglasplatten w w, w2 verschieden gegen die Lichtquelle neigt.
Nr. 113. Spektralfarbenmischapparat nach Helmholtz, einfaches Modell. (Vgl. A. König und Diterici, Die Grundempfindungen etc., Zeitschr. f. Psych. Bd. 4 S. 243.) Auf einem runden, gugeisernen Tische ist in der Mitte das auf 3 Seiten geschliffene, stark brechende Flintglasprisma P aufgestellt. Der Kante 1, 2 symmetrisch gegenüber ist, ebenfalls feststehend, das Beobachtungsrohr B angebaeht. Den beiden anderen Kanten stehen die 2 Kollimatoren C, C2 gegenüber, die jedoch um eine genau durch die Mitte des Prismas gehende vertikale Axe drehbar sind. An den äugeren Enden dieser Kollimatoren werden die beiden Brenner G, G2 aufgestellt. Sehen wir zunächst von den in den beiden Kollimatoren montierten Nikol’sehen Prismen NjN2 und von den Kalkspatprismen Kt K2 ab, so wird das von Gj herkommende Licht durch den bilateralen, mittels der Schraube Qj verstellbaren Spalt in Ci eindringen und, da der Spalt im Brennpunkt der achromatischen Linse L, liegt, durch diese als axenparalleles Strahlenbündel austreten. Der auf die Fläche 3 des Prismas fallende Teil dieser Strahlen wird an 3 und 1 so gebrochen, dag er wenigstens teilweise in das Beobachtungsrohr B gelangt, während dies von den auf 2 auffallenden Strahlen nicht gilt. Infolge der Brechung im Prisma treten aus demselben die Strahlen in verschiedenen Richtungen aus, jedoch haben, da die eintretenden Strahlen sämtlich parallel sind, die Strahlen gleicher Wellenlänge auch gleiche Richtung. Die Linse L3 vereinigt aber alle parallelen Strahlen in je einem Punkte ihrer Brennebene d d, so dag in dieser ein reelles Spektrum entworfen wird, aus dem der Spalt S ein kleines, annähernd homogenes Stück herausgreift. Das Analoge gilt von den Strahlen, die von dem Kollimator Cs
dient dazu, 3 farbige Lichter, die
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