﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Hallte der kreisförmigen Öffnung, die im Beobachtungsrohr sichtbar ist, aus. Die horizontale Grenzlinie zwischen den Halbscheiben ist vollkommen scharf. Um weiges Licht zusegen zu können, ist bei V ein vertikales Rohr aufgesegt, durch dessen oberen, variierbaren Spalt mehr oder weniger weiges Licht eindringt. Zur beliebigen Schwächung des oberen oder unteren Feldes sind bei D zwei Spalte eingefügt, die durch Schrauben megbar verschoben werden können. Die Öffnung bei E dient zur eventuellen Einführung eines Episkotisters in den Strahlengang. Die Eichung des Apparates geschieht so, dag das homogene Eiehlicht vor das Okular gestellt wird und der vor den Spalten sigende Beobachter diese so lange verschiebt, bis die scharfe Linie in der Mitte des jeweilig beobachteten Spaltes liegt.
Nr. 117. Apparat zur Diagnose der Farbenblindheit nach Hering. (Archiv f. OpthMmologie Bd. 36 Abt. I S. 225). Der Apparat dient dazu, schnell und mit Sicherheit festzustellen, ob einer der gewöhnlichen Typen von Farbenblindheit z. B. Rotgrünblindheit vorliegt. Man versucht mittels desselben, ob der Patient gewisse
charakteristische Gleichungen z. B. zwischen rotgelb urd grüngelb herstellt. Die beiden zu vergleichenden Felder sind relativ grog, mit sehr reinen und gesättigten Farben gleichmägig erfüllt und stogen unmittelbar aneinander. Lägt sich unter diesen für die Erkennung von Unterschieden günstigsten Bedingungen eine vollständige Gleichung erreichen, so wird bestimmt z. B. im angenommenen Falle rot und grün nicht empfunden; es handelt sich dann um Farbenblindheit, nicht Farbenschwäche.
Wie bei dem Farbenmischapparat Nr. 112 werden die Farben dadurch erzeugt, dag weiges Licht durch farbige Gläser gesendet wird. Ein Holzkasten, dessen vordere Wand und dessen seitliche Wände zu öffnen sind, trägt ein Rohr mit dem Kästchen K.
Die rechte, linke und untere Wand des legteren ist zur Hälfte entfernt, u. zw., wie das Schema zeigt, von der linken und unteren Wand die vordere, von der rechten die hintere Hälfte. Vor die so entstehenden Öffnungen werden farbige Gläser geschoben. Im Innern des Kästchens sind 2 Glasplatten diagonal eingesegt. Die vordere, welche im Schema gestrichelt gezeichnet ist, reflektiert das durch die linke Glasplatte kommende Licht nach oben und lägt gleichzeitig das von unten kommende Licht durch, so dag sich beide Lichter mischen. Die andere, im Schema nicht gezeichnete Glasplatte liegt in
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