﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
der hinteren Hälfte des Kästchens und reflektiert das von rechts kommende Licht nach oben. Der durch das Rohr herabblickende Beobachter sieht demnach ein rundes Feld, das in eine vordere und eine hintere Hälfte geteilt ist; die Grenzlinie zwischen beiden ist vollkommen scharf. Eine in das Rohr eingesegte Irisblende gestattet, das ganze Feld beliebig zu verkleinern, was für die Untersuchung von Skotomen oder der fovea centralis von Wichtigkeit ist. Die Milchglasplatten W W, W2 senden, je nach ihrer Neigung gegen die vorne gedachte Lichtquelle (z. B. das Fenster), mehr oder weniger Licht durch die 3 farbigen Gläser. Auf diese Weise lägt sich die Intensität jeder der 3 Farben beliebig variieren. Die Neigungen der Platten können an Kreisteilungen abgelesen werden. Die 2 seitlichen Platten kann der Beobachter selbst mittels der Knöpfe S1S2 bequem einstellen.
Mit dem Apparate wird eine Beschreibung nach Hering mitgeliefert, in welcher angegeben ist, welche Farben man zu wählen, und wie man bei der Herstellung der Gleichung zu verfahren hat. Ebenso wird eine grögere Anzahl von farbigen Gläsern beigegeben, so dag man den Apparat zur Herstellung mannigfaltiger Gleichungen und zur Diagnose verschiedener Störungen des Farbensinnes verwenden kann, zumal da sich in dem einen Feld 2 Farben mischen lassen. Segt man vor eine Öffnung kein Glas ein, so wird durch dieselbe weiges Licht von variierbarer Intensität gesendet.
Nr. 118. Farbengleichungsapparat nach Nagel. (Archiv f. Augenheilkunde Bd. 38, S. 50—52. Diese Beschreibung betrifft das erste Modell; seitdem sind vom Autor einige Verbesserungen vorgenommen worden). Der Apparat dient ähnlichen Zwecken wie der eben beschriebene Hering’sehe Apparat. Wie bei diesem sind farbige Gläser benugt, jedoch werden dieselben durch einen Auerbrenner beleuchtet, weil dann die Beleuchtung eine konstantere ist. Dieser sendet durch eine unten näher beschriebene Spalt Vorrichtung Licht in das Rohr R, in welches der zu Untersuchende in der Richtung des Pfeiles blickt. Die Scheibe S am Ende der Röhre dient dazu, das
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