﻿SP1NDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
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in der Feder b zu sehen feldes im Rohre.
Lidit der Lampe von dem Beobachter abzuhalten mit Ausnahme der Strahlen, die durch die Öffnung in der Mitte der Scheibe kommen. In der Mitte des Rohres sind nebeneinander 2 Revolversebeiben eingesegt, deren Form Figur II zeigt. Jede Scheibe hat 5 halbkreisförmige Öffnungen, die der Reihe nach durch weiges, rotes, gelbes, grünes und blaues Glas verschlossen sind. Die Federn b, die in kleine Einkerbungen am Rande der Scheiben ein-schnappen, sorgen dafür, dag jedesmal zwei dieser Öffnungen in der Mitte einander symmetrisch gegenüberstehen. Die Versuchsperson sieht dann in dem sonst schwarzen Gesichtsfelde in der Mitte 2 Halbscheiben, die von irgend zweien der 5 erwähnten Farben erfüllt sind. Damit der Versuchsleiter von äugen sieht, welche Scheibe im Gesichtsfeld steht, sind an der Peripherie der Revolver, wie in der Fig. I angedeutet ist, 5 kleine, farbige Glasscheibchen eingelegt; in der Farbe desjenigen Scheibchens, welches eben zu oberst liegt und durch ein entsprechendes Loch ist, erscheint auch die gleichseitige Hälfte des Geischts-
Die Helligkeit einer jeden der beiden im Gesichtsfelde erscheinenden Halbscheiben kann nun durch eine Spaltvorrichtung variiert werden, welche an dem der Lampe zugekehrten Ende des Rohres angebracht ist. Von den Revolverscheiben bis zum Spalte geht eine vertikale mittlere Scheidewand, die das Rohr in 2 seitliche Hälften teilt, deren jede unabhängig von der anderen abstufbar beleuchtet werden kann. Figur III zeigt die hierzu dienende Spaltvorrichtung. Von den Seiten her lassen sich mittels der Zeiger f, f2 die beiden Platten d, d2 der mittleren Scheidewand (die in der Figur als vertikaler Strich gezeichnet ist) beliebig nähern. Mit der Weite der Spalte s, s2 ändert sich aber die Lichtstärke des beleuchteten Feldes. Damit die Beleuchtung gleichmägig sei, sind hinter den Spalten und unmittelbar vor den Revolverscheiben Milchglasplatten eingesegt. Uber den Spalten ist eine aus 4 Marken bestehende Skala angebracht, an welcher die Spigen der Zeiger spielen. Je nach der Stellung der Zeiger in dieser Skala ändert sich die Spaltweite und damit die Helligkeit der gesehenen Felder. Die Skala ist auf der dem Beobachter zugewendeten Seite angebracht. Damit sie deutlich sichtbar ist, wird sie von der Lampe her durch den horizontalen Schlig a beleuchtet, vor den jedoch zur Dämpfung des Lichtes Gläser vorgesegt sind. (Siehe Fig. I).
Für jede der wichtigsten Typen von Farbenblinden und Anomalen lägt sich mit Hilfe der vorhandenen Gläser und der Helligkeitsregulierung eine charakteristische Gleichung herstellen. Für den Deuteranopen ist es folgende Gleichung : auf der einen Seite rot dunkel (Marke 1), auf der anderen gelb etwas verdunkelt (Marke 2). Der Normale sieht beide Felder gleich hell, dem Deuteranopen erscheinen sie ganz identisch u. zw. gelb. Der Protanop hingegen sieht bei dieser Einstellung das gelbe Feld bedeutend heller. Die für ihn charakteristische Gleichung wird erreicht, wenn man den der gelben Farbe entsprechenden Zeiger auf Marke 1 stellt. Will man für die beiden genannten Typen andere Gleichungen hersteilen, so darf man sich nicht an die angegebenen Marken halten. - Um die Rot- und Grün-Anomalen zu erkennen, wird ihr gesteigerter Farbenkontrast benugt. Sie sehen bei der zulegt erwähnten Einstellung das Gelb durch den Kontrast grün. Um die beiden Typen zu unterscheiden, ändert man die Helligkeit des Rot so lange, bis es gleich hell dem (dunkeln) Gelb escheint. Der Grünanomale wählt dabei eine Einstellung, die auch der Normale als Helligkeitsgleichung anerkennt. Der Rotanomale hingegen verlangt eine viel stärkere Beleuchtung des roten Feldes.
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