﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Spaltes KS, welche mittels der einen der in der Figur sichtbaren Stangen vom Beobachter selbst vorgenommen werden kann, lägt sich die Intensität der Farbe variieren und so die Farbenschwelle bestimmen. Um die einzelnen Spektralfarben zu erhalten, wird, ebenfalls vom Beobachter aus, der Kollimator um die Axe des Spektrometers gedreht; mittels einer Skala, die man vorher geeicht hat, lägt sich die Wellenlänge des bei dieser Stellung sichtbaren Lichtes bestimmen.
Der Schirm S ist zu dem Zwecke da, um den Grund, auf dem die Farbe erscheint und der wegen der Kontrastwirkung, die er auf die Farbe ausübt, für die Schwelle von Bedeutung ist, variieren zu können. Dies geschieht am besten durch Beleuchtung mit dem Müller’schen Zylinderepiskotister.
Ferner ist hinter der Okularlinse der Kreisel Kr mit freien Sektoren angebracht, welcher es gestattet, erstens der Farbe Weig zuzusegen und zweitens nach der Flimmermethode die Helligkeit derselben zu bestimmen. Auch diese Scheibe kann man, zur Variierung ihrer Helligkeit, mit dem Zylinderepiskotister beliebig stark beleuchten.
Der Apparat lägt sich natürlich auch für periphere Betrachtung verwenden. Will man ferner bei Tagesbeleuchtung mit ihm Versuche anstellen, so hat man erstens zu sorgen, dag von vorne keine Strahlen in das Okular gelangen, die dann an der Linse reflektiert und einen Zusag von weigern Licht ergeben würden, und zweitens wird man an passender Stelle drehbare weige Schirme anbringen, die je nach ihrer Neigung gegen das Fenster mehr oder weniger Licht auf den Schirm S und den Kreisel Kr reflektieren (ähnlich wie beim Apparat für Simultankontrast Nr. 104).
Nr. 124. Elektrische Brille nach G. E. Müller. (Über die galvanischen Gesichtsempfindungen, Zeitschrift f. Psych. Bd. 14, S. 332). Um galvanische Gesichtsempfindungen zu erzeugen, leitet man einen Strom von vorne in das Auge hinein und an irgend einer andern Stelle z. B. am Nacken ab. Die elektrische Brille dient als Elektrode zur Zuleitung des Stromes zum Auge. Sie besteht aus einer Mensurbrille, die innen mit sehr feinem, weichem Schwamm ausgelegt ist, der sich, wenn er angefeuchtet ist, gut an die Ränder der Augenhöhle anschmiegt. Die beiden Brillenöffnungen selbst sind frei, damit das Auge vor oder während der Wirkung des Stromes auf farbige oder farblose Objekte, je nach dem Ziel der Versuche, blicken kann. Dem Instrument wird eine Elektrode zur Ableitung des Stromes beigegeben.
Nr. 125. Fixierpunktvorrichtung nach Nagel. (Zwei Apparate für die augenärztliche Funktionsprüfung, Zeitschrift f. Augenheilkunde Bd. 17 H. 3). Eine kleine Glühlampe ist allseitig von einem Metallgehäuse lichtdicht umschlossen; ein das Gehäuse umgebender Metallzylinder verhütet, dag man mit den bei längerem Gebrauch heig werdenden Gehäuse in Berührung kommt. Das legtere hat eine Öffnung R, bei der eine Röhre ansegt, die selbst eine kleine seitliche Öffnung K besigt. Bei R ist ein rotes Glas eingesegt; die in das Rohr eintretenden roten Strahlen werden durch das total reflektierende Prisma P reflektiert und treten durch die seitliche Öffnung aus. In die legtere ist ein Mildiglaskügelchen zur Hälfte eingelassen, das von dem roten Lichte allseitig durchleuchtet wird, so dag man den roten Punkt bei Betrachtung von verschiedenen Seiten her sieht. Um Überhigung der Lampe zu vermeiden, ist es ratsam, das Instrument nicht zu lange ununterbrochen zu benugen.
Nr. 126. Heliumröhre zur Eichung eines Spektralapparates. Das in einem Glase eingeschlossene Heliumgas wird durch Induktionsströme zum Glühen gebracht
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