﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
und liefert dabei 7 Lichtlinien mit den Wellenlängen 707, 688, 588, 502, 495, 470, 446 uu. Mittels derselben kann man die Skala des Spektralapparates leicht vollständig eichen. Audi wegen der bequemen und dauernden Herstellung der betreffenden homogenen Lichter ist das Instrument wertvoll.
Nr. 127. Quecksilberlampe zur Eichung eines Spektralapparates. Diese Lampe leistet ähnliche Dienste wie die Heliumröhre Nr. 126. Sie liefert die Lichter 615, 579, 577, 546, 491, 436, 405 «.«. Bei Bestellung bitten wir anzugeben, ob die Lampe durch Induktionsstrom oder Bogenlichtstrom bedient werden soll. Auf Wunsch erteilen wir nähere Auskunft.
Nr. 128. Platinring nach Winter, zur Eichung eines Spektralapparates dienlich, falls man die Eichung in der gewöhnlichen Weise durch Metallsalze ausführt. Er besteht in einer ringförmigen Pfanne aus Platin, die anstelle der Auerlampe in den Bunsenbrenner gesteckt wird und in die die Salze gefüllt werden.
IV. Apparate für akustische und phone= tische Untersuchungen.
Unter den unten angeführten Apparaten finden sich folgende Arten von Tonquellen: Stimmgabeln mit und ohne Resonatoren, elektromagnetische Stimmgabeln, Zungenpfeifen, Lippenpfeifen, angeblasene Flaschen in Kugel- und in Zylinderform, Metallsaiten (Monochord) und die Sirene. Es eignet sich keineswegs jede Tonquelle zu jeder Untersuchung; vielmehr werden im allgemeinen bei verschiedenen Untersuchungen verschiedene Anforderungen an sie zu stellen sein; eine Reihe von Untersuchungen wird man auch mit verschiedenen Tonquellen ausführen müssen. Wir stellen hier, um die Wahl der Tonquellen zu erleichtern, eine Zusammenstellung der Forderungen auf, die man an die Apparate stellen kann, und geben an, welche dieser Forderungen die einzelnen Tonquellen erfüllen.
1. Anzahl der Obertöne. Hinsichtlich der Anzahl der Obertöne lassen sich die oben erwähnten Tonquellen ungefähr in folgende Reihe ordnen: Fast obertonfrei sind die kugelförmigen, angeblasenen Flaschen und die Stimmgabeln mit Resonatoren. Nur im ersten Momente, beim Anstreichen oder Anschlägen gibt die Stimmgabel einige hohe Obertöne. Etwa an zweiter Stelle kommen die Stimmgabeln ohne Resonatoren und die Lippenpfeifen aus Holz, nach diesen die Lippenpfeifen aus Blech, die zylinderförmigen, angeblasenen Flaschen (Tonvariator); weiter schließen sich die elektromagnetischen Stimmgabeln an. Die Sirene besigt bereits ziemlich viele Obertöne; die meisten aber haben die Metallsaiten und die Zungenpfeifen. Um Obertöne ganz aus-zuschliegen, wie es z. B. bei Untersuchung der Anzahl der Differenztöne nötig ist, bedient man sich der Interferenz (vgl. Nr. 172).
Für manche Fragen ist es sehr wichtig, dieselbe Untersuchung mit Instrumenten anzustellen, die verschieden viele Obertöne liefern. Die einzelnen Gehörsreize bezw. -Empfindungen sind dann nicht bloß hinsichtlich ihrer Klangfarbe verschieden, sondern auch hinsiditlidi der Schwebungen und Differenztöne, welche durch die Obertöne erzeugt werden. Daher werden einige besonders wichtige und vielseitige Apparate mit verschiedenen Tonquellen hergestellt, z. B. mit Stimmgabeln und Zungen; vergl. die Anmerkung zu Nr. 155.