﻿SP1NDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
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Nr. 172. Dichord nach Spearman (vgl. Sommer, Die Ausstellung von exper. psychol. Apparaten und Methoden bei dem 1. Kongreg für exper. Psych, in Giegen, 1904, S. 32). Auf einem Brette sind zwischen 2 feststehenden Stegen 2 Metallsaiten ausgespannt, che in ähnlicher Weise wie die Saiten eines Klaviers mittels eines Sdilüssels zu stimmen sind und wie die Metallsaiten der Zither mit einem Ring angeschlagen werden. Zwischen den feststehenden Stegen besigt jede Saite 2 von einander unabhängige verschiebbare Stege. Man hat somit, indem man stets das zwischen einem Endstege und dem näher liegenden beweglichen Stege liegende Stück benügt, 4 Töne gleidizeitig zur Verfügung, die man beliebig und unabhängig von einander variieren kann. Die Stellung der beweglichen Stege ist an einer Millimeter-Skala abzulesen. Augerdem sind auf dem Grundbrette 2 Skalen angebracht, welche, die richtige Stimmung der Saiten vorausgesegt, die Töne der Tonleiter bezw. Schwin-gungszahlcn angeben. „Die sonstigen Vorzüge soldier Apparate (weiter Tonumfang, Freiheit von Ansdilagsgeräusch, Gleichheit der Stärke, Gleidiartigkeit der Obertöne, rasdie Herstellung aller möglidien Intervalle, Billigkeit usw.) vereinigen sich hier mit einer Genauigkeit, die derjenigen der Stimmgabel gleichkommt, da sich Intervalle bis ‘/io Sdiwingungen erzeugen lassen. Dies wird durch Anbringung eines Nonius erreicht, sowie durch eine Einrichtung, vermöge deren der Stellungswedisel des Steges keine Veränderung der Spannung verursacht, und die Ersdiütterung der angeschlagenen Hälfte der Saite zur anderen nicht übergehen kann“.
Jedem Instrument wird auger dem dazugehörigen Schlüssel und Ring eine Gebrauchsanweisung beigegeben.
Nr 173. Interferenzapparat nach Nöremberg-Krueger (vgl. Krueger, Philos. Stud. Bd. 17 S. 233 ff.). Die einzige sichere Methode, obertonfreie Klänge zu erzeugen, ist die Auslösdiung der in einem Klang vorhandenen Obertöne durch Interferenz.
Diese wird nach dem Vorgänge von Nöremberg dadurch erzeugt, dag an die Röhre A, in welche die Schallwelle eindringt, Nebenrohre senkrecht angesegt sind. Die Luftwelle pflanzt sich dann nicht blog in dem Hauptrohr A A fort, sondern zweigt auch in die Nebenrohre ab, wird an den versdilossenen Enden derselben reflektiert, langt mit einem gewissen Phasenunterschied wieder in dem Hauptrohre an und interferiert infolgedessen mit der direkten Welle. Die Länge des eben beschriebenen Abzweigungsweges wird nun so ^ gewählt, dag die Phasenverschiebung eine halbe
----1 Welle beträgt, in welchem Falle die stärkste
Schwädmng der Hauptwelle eintritt. Will man z. B. den ersten Oberton von ^ = 256, nämlich den Ton c2—512 schwächen, so mug man, da seine Wellenlänge 66,4 cm beträgt, die seitlichen Rohre 3/4 Wellenlänge = 0,166 cm lang nehmen. Zu diesem Zwecke werden die verschiebbaren Stempel der Rohre soweit herausgezogen, dag der durch sie abgeschlossene Teil diese Länge erhält. An einer Skala, die der Stiel der Stempel trägt, lägt sich die Länge des abgeschlossenen Teiles ablesen. Krueger fand nun weiter, dag die Interferenzwirkung am stärksten ist, wenn die Abzweigung an einer Stelle beginnt, die um ein Vielfaches der Wellenlänge von der Tonquelle (z. B. der Hinterwand des Resonanzkastens der Stimmgabel) entfernt ist. Nach seinem Beispiele sind den Nebenrohren die in der Figur bezeichneten Abstände voneinander
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