﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
gegeben. Darnach kann, wenn die Stimmgabel ein ganzes Vielfaches einer Wellenlänge von der Ansafestelle des ersten Rohres entfernt ist, der Ton c1 = 256 durch 3, der Ton c2-=512 durch 5, der Ton c3—1024 durch alle 6 Rohre geschwächt werden, wobei in jedem Falle die Rohre an einer für die Schwächung günstigsten Stelle stehen. Die abschwächenden Wirkungen mehrerer Rohre summieren sich und bringen den Ton zum gänzlichen Verschwinden.
Auf Wunsch werden natürlich Interferenzapparate mit mehr Seitenrohren und mit Abständen derselben geliefert, die für Grundtöne von anderen Schwingungszahlen berechnet sind.
Nr. 174. Tontabellen nach Stumpf und Schaefer. (Beiträge zur Akustik und Musikwiss., 3. Heft S. 139 ff.) Diese 9 Tabellen, deren Plan von Stumpf und Schaefer entworfen und die von lefeterem mit grofeer Mühe berechnet wurden, sind bei akustischen Versuchen von grofeer praktischer Bedeutung. Sie geben eine Übersicht über die Schwingungszahlen der wichtigsten musikalischen Töne von C2 bis c7 bei verschiedener Stimmung des al und bei verschieden gestimmten Intervallen, ferner eine Übersicht über die Ableitung und Berechnung der lefeteren. Die 3 in den Tabellen berücksichtigten Gesamtstimmungen sind: 1) die physikalische Stimmung, bei welcher C2 als 16 angenommen ist (a1 hat dann als temperierte Sexte von c, die Schwingungszahl 430,54, als natürliche Sexte die Schwingungszahl 4262/3).	2) die
heutige Normalstimmung a> = 435, 3) die frühere, zur Zeit von Helmholfe geltende Normalstimmung a‘ = 440. Die Intervalle sind von den Grundtönen c aus in temperierter und natürlicher Stimmung verzeichnet, von den lefeteren ist natürlich eine Auswahl getroffen. Den Kopf der Tabellen bilden die Bezeichnungen der Töne (cis, dis, etc.), die Schwingungszahlenverhältnisse (z. B temperierte grofee Terz 12 24= 1,2599 oder natürliche große Terz T = ®/4 = 1,2500) und bei enharmonischen Intervallen die Ableitungen derselben (z. B. der Ton cis ist als kleine Terz der großen Terz E berechnet, was durch das Symbol T/t ausgedrückt ist). 3 Tabellen sind doppelt vorhanden; die einen geben die Schwingungszahlen in ganzen Zahlen und gemeinen Brüchen, die anderen in ganzen Zahlen und Dezimalbrüchen an.
Nr. 175. Schallpendel. Die beiden Pendel mit Ebenholzkugeln schlagen beim Fallen auf einen Eisenambos auf und erzeugen dabei ein Geräusch, dag um so
stärker ist, aus je größerer Höhe das Pendel fällt. Die Fallhöhe jedes Pendels ist an einer Kreisteilung ablesbar. Um ein Pendel von einem bestimmten Punkte der Teilung aus fallen lassen zu können, stellt man einen Schieber auf diesen Punkt ein und drückt an dessen vorstehenden Stift das Pendel fest an. Damit das durch seine Elastizität vom Ambos zurückprallende Pendel nicht wieder anschlagen und Geräusche hervorrufen kann, hält man es beim Zurückspringen an der Wattenumhüllung auf.
Nr. 181. Phonautograph nach Rousselot. Er dient dazu, Gesprochenes oder Gesungenes, ebenso Klänge verschiedener Tonquellen und Instrumente graphisch zu registrieren, um aus den Kurven über Tonhöhe, Intensität, Klangfarbe etc. Aufschluß zu erhalten. Die Luftwellen werden durch einen Trichter aufgenommen und verstärkt und von diesem aus durch einen Schlauch der sehr empfindlichen Marey’schen
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