﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Kapsel Nr. 31 mitgeteilt, welche sie auf den Schreibhebel überträgt. Da Membrane und Hebel natürlich infolge ihrer größeren Mage und infolge ihrer Elastizität nicht allen feinsten Schwingungen der Luft folgen können, so werden diese durch die Kurve nicht genau wiedergegeben. Aber im Wesentlichen (z. B. in der Höhe der Töne, wenn dieselben nicht zu hoch sind), ist die Reproduktion doch richtig, und sie reicht für viele Untersuchungen vollständig aus.
Nr. 182. Kehltonschreiber nach Rousselot. Hierbei wird nicht gegen einen Trichter gesprochen, sondern man legt die Marey’sche Aufnehmekapsel des Apparates an den Schildknorpel des Kehlkopfes an, weither genau die Schwingungen der Stimmbänder mitmacht. Die Membranbewegung wird wieder auf die sehr empfindliche Schreibkapsel Nr. 31 übertragen. Der Apparat hat den Vorzug, dag er die Versuchsperson in keiner Weise belästigt, keine abnorme Haltung u. dgl. verlangt. Die Kurven geben Tonfall und Intensität getreu wieder; nur zu einer Analyse der Klangfarben, also der Vokale, kann der Apparat nicht verwendet werden, da diese nicht blog durch die Stimmbänderschwingungen, sondern auch durch die Resonanz in der Mundhöhle bestimmt sind.
Nr. 178. Phonautograph mit Lichtschreibung (Vokalkurvenapparat) nach Samojloff. Die Luftschwingungen, die in dem Trichter durch Sprechen oder Singen, oder durdi eine Stimmgabel usw. erzeugt werden, übertragen sich auf die Membrane M.
Auf derselben sigt ein sehr leichter Korkzapfen, in dessen unterer Einkerbung ein Korkkeil eingreift, welcher um die Axe « sehr leicht drehbar ist und an einer sdirägen Seitenfläche das Spiegelchen Sp trägt. Wirft man auf den Spiegel schräg einen Strahl a (von einer Projektionslampe her), so wird derselbe bei ruhender Membrane nach b reflektiert.
Ist aber die Membrane in Bewegung, so schwingt
auch der Spiegel und mit ihm der Liditstrahl b, indem er bald gegen b‘, bald gegen b" geworfen wird.
Die so entstehende Lichtstrahlschwingung wird sodann durch ein rotierendes Spiegelprisma (vgl. Nr. 179) sozusagen auseinandergezogen und ergibt, auf eine Wand projiziert, eine Lichtkurve, die sich mit der Tonhöhe, Intensität und Klangfarbe ändert und zum Zwecke eines genaueren Studiums und der Fixierung photographiert werden kann. Hauptsächlich aber dient der Apparat zur Demonstration, vor allem von Vokalkurven. Nebenstehende Figur zeigt das erwähnte Rotationsspiegelprisma und den Gang der Lichtstrahlen bei ruhendem Prisma.
Nr. 179. Rotationsspiegelprisma nach Koenig. Es dient dazu, Schwingungen eines Lichtpunktes, die in einer geraden Strecke a b liegen, in eine Kurve auseinanderzuziehen. Vergl. die Beschreibung zu Nr. 178 und Langendorff, Physiol. Graphik, S. 84.
Nr. 180. Phonautograph für Flammenschreibung nach Koenig. (Vgl. Langendorff, Physiol. Graphik, S. 83). Die Sdiwingungen der Luft werden hier einer sehr empfindlichen Gasflamme mitgeteilt, u. zw. in folgender Weise. Sie gelangen, nachdem sie durch den Schalltrichter Tr verstärkt worden sind, durch einen Schlauch in die Kapsel K, deren Einrichtung das Schema zeigt. Die Kapsel besitzt im Innern eine Kammer K, in deren Mitte eine sehr empfindliche Membrane ausgespannt ist.
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