﻿SPINDLER & HOYER G.b.m.H. GÖTTINGEN
ein wenig, nimmt bei stärkerer Durchbiegung aber wieder ab. Man wird also am besten so stark mit dem Instrument auf die Haut drücken, dag eine eben merkliche Durchbiegung eintritt. Bei stärkerer Biegung macht sich augerdem der Fehler stärker bemerkbar, dag das Haar nicht mit der ganzen Fläche des Querschnittes, sondern nur mit einer Kante auf die Haut wirkt, und dag eine seitliche, im Sinne einer Verschiebung des Haares auf der Haut wirkende Komponente entsteht.
Das Haar darf auch deshalb nicht stark gebogen werden, damit seine Elastizitätsgrenze nicht überschritten wird. Denn in diesem Falle kehrt es nidit sofort nach der Reizung, sondern erst nach einiger Zeit in seine Ausgangslage zurück, oder es erhält gar einen dauernden Knick, so dag es durch ein neues ersegt werden mug.
Um das Haar nach dem Gebrauch zu schügen, schiebt man den Stab S ganz aus der Hülse heraus, so dag er das Haar möglichst weit deckt, und steckt augerdem über Stab und Haar die zweite in der Figur nebenliegend gezeichnete Hülse H', welche durch Reibung genügend sicher hält.
Die Eichung der Skala nimmt man mit einer sehr feinen Wage vor, indem man für jeden 5. oder 10. Teilstrich bestimmt, wie viel Milligramm man auflegen mug, damit das Haar eben durchgebogen wird.
Nr. 184. Schwellenwage nach v. Frey. (Untersuchungen über die Sinnesfunktionen der menschlichen Haut. Erste Abhandlung: Druck und Schmerz. Abhandlungen d. math. phys. Klasse d. Kgl. Sächs. Ges. d. Wiss., Bd. XXIII, S. 189 ff ). Sie dient, wie das vorige Instrument, zur Bestimmung der Schwelle für Druckreize auf die Haut, jedoch gestattet sie auch eine exakte Variierung der Stärke des Druckes und der Geschwindigkeit der Belastung. Augerdem lägt sich die Gröge der belasteten Fläche leicht variieren. Freilich wird dadurch das Instrument sowie auch seine Handhabung wesentlidi komplizierter. Zur Erzeugung verschiedener Druckstärken wird eine Feder verwendet.
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