﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Auf einem 14 cm langen und 2 cm breiten, horizontalen Rahmen R gleiten die 2 Schieber. In Ringen und Löchern dieser Schieber gleiten wieder, in vertikaler Richtung, die 2 Stahlstäbdien s, s2, welche oben die runde Platte P tragen, in deren Mitte der Stab s3 aufgesetzt ist. Auf die Stäbchen S! sind Elfenbeinspigen auf-

geschraubt, die sich leicht abnehmen und je nach Bedarf durch spigere oder stumpfere ersetzen lassen. Die Stäbchen sind so gebogen, dag die Spigen einander bis zur vollständigen Berührung genähert werden können. Ihre Entfernung ist an der Millimeterskala (bis 100 mm), die auf dem Rahmen eingerigt ist, abzulesen. Die Stäbchen s2 sind kürzer als s, ; sie haben nur den Zweck, zu vermeiden, dag diese sich drehen, weil sich dadurch die Entfernungen der Spigen ändern und vielleidit auch unbeabsichtigte Empfindungen (bei der Drehung) entstehen würden. Auf die Stäbchen s3 endlich werden Gewichte aufgelegt, wie solche in der Figur auf dem rechten Schieber zu sehen sind. Die Gewichte haben die Form von dickeren oder dünneren Scheiben und sind in der Mitte durchbohrt. Es werden, wenn nicht besondere Wünsche geäugert werden, je 2 Gewichte von 5, 10, 20 und 50 g mitgeiiefert. (Die Platte P mit den Stäbchen und der Beinspige wiegt 3 g). Damit die Schieber bei der relativ grogen Belastung nicht umkippen, und überhaupt zur Sicherung der Führung, werden sie von unten durch Federn an die Rahmen angedrückt.
Das Heben und Senken der Platten samt den Gewichten und Spigen geschieht durch Exzenter in folgender Weise. Auf den Stab St, welcher den Rahmen trägt, sind 2 kleine Pfosten aufgesegt. Der hintere, etwas höhere trägt einen Exzenter, der vordere einen Doppelhebel, auf dessen einen Arm der Exzenter drückt, während der andere Arm rechtwinklig umgebogen ist und unter einen kleinen, an der Platte P an-gesegten Stift s4 greift und mittels desselben die Platte samt den Gewichten und Spigen hebt bezw. sinken lägt. Die Platte auf dem linken Schieber ist in der Figur gehoben gezeichnet, die auf dem rechten gesenkt. Jeder Schieber hat seinen eigenen Exzenter; beide sind voneinander unabhängig.
Man verfährt bei successiver Reizung so, dag man zunächst die Spigen hebt, also die Exzenter nach hinten dreht; sie sind so gearbeitet, dag sie von selbst in dieser Ausgangslage bleiben. Sodann bewegt man den einen Exzenter mit bestimmter, gleichförmiger Geschwindigkeit nach vorne, so dag die erste Berührung stattfindet, schlägt ihn z. B. nach 1 Sek. wieder zurück und dreht dann den andern Exzenter mit derselben Geschwindigkeit nach vorne, um ihn ebenfalls nach 1 Sek. zurückzusdilagen. Die Druckstärke wird dabei durch die Schwere der Gewichte sowie der Platten samt den Stäbchen und Spigen bestimmt. Nur die Geschwindigkeit, mit der die Berührung einsegt, ist nicht maschinell, sondern durch freie Hand reguliert. Jedoch liege sich auch hier ein ähnliches Verfahren einschlagen, wie es bei der Schwellenwage nach v. Frey (Nr. 184) beschrieben ist.
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