﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
nis auf dieser Seite markiert wird. Die Hemmnisse werden an Schiebern angebracht, die auf der kantigen Leiste längs einer Skala zu verschieben sind. Das nebenstehende, in größerem Maßstabe gehaltene Schema zeigt ihre Konstruktion. Der Schieber wird von unten durdi eine Schraube an der Leiste festgeschraubt. Oben hat er einen Einschnitt, in welchen der eine Balken eines T-förmigen Stückes paßt. Dieses ist etwas
höher als der Schieber und hemmt dadurch den darüber befindlichen, von der Versuchsperson fortgeschobenen Griff Gr, indem an demselben ein Stift befestigt ist, weldier über den Sdiieber selbst eben noch hinweggeht, während er durdi das etwas höhere Hemmnis aufgehalten wird.
Sehr kleine Differenzen von Strecken, wie man sie zur Untersuchung der Unterschiedsempfindlichkeit benötigt, werden nicht durch Verschieben der ganzen Schieber erzeugt, sondern dadurch, daß T-Stücke mit verschieden breiten oberen Balken eingeseßt werden. Das Auswechseln derselben ist sehr einfach; man faßt sie an dem ringförmigen Griff an und hebt sie aus dem Schieber heraus bezw. seßt sie in denselben ein.
Damit man die von der Versuchsperson ausgeführten Bewegungen in ihrem Phasenverlauf genauer studieren kann, ist es nötig, sie graphisch zu registrieren. Zu diesem Zwecke ist der Apparat so eingerichtet, daß er mit dem Schreibapparat des Ergographen verbunden werden kann, dessen Schreibhebel dann die Bewegung auf einem Kymographion oder Chronographen aufzeichnet. Die Figur zeigt den Apparat in Verbindung mit der Schreibvorrichtung. Des Genaueren ist die Einrichtung folgende: Der von der Versuchsperson zu verschiebende Griff trägt einen Ring, in welchem ein Stab gleitet, der nach hinten geht und dort in einem durch eine Säule getragenen Ring festgeklemmt ist. Beide Ringe drehen sich um eine vertikale Axe, um die Verschiebung des Griffes nicht zu hindern. Hinten wird auf zwei Säulen der Schreibapparat des Ergographen auf geschraubt. Mit dem Schieber dieses Apparates wird die früher erwähnte Stange gekuppelt und so die Bewegung des von der Versuchsperson bewegten Griffes auf den Schreibhebel übertragen.
Mit Absicht ist der Apparat für eine geradlinige und nicht für eine zu dem bewegten Körpergelenk konzentrische Bewegung eingerichtet. Die geradlinige Bewegung ist zwar physiologisch komplizierter, indem sie durch Zusammenwirken mehrerer Gelenke entsteht, aber auf sie beziehen sich vorwiegend unsere räumlichen Vorstellungen, und die Schäßung und Vergleichung von Größen. Außerdem kommen rein kreisförmige, durch Drehung um ein einziges Gelenk entstehende Bewegungen im praktischen Leben kaum vor.
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