﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Lippenschlüssel L, für taktile Reize die elektrische Sehreibfeder T vorgesehen; als Reaktionsinstrumente der Reaktionstaster R und der Sehallschlüssel Sch (da der Lippenschlüssel mehr Übung erfordert, als bei solchen Versuchen willkommen sein dürfte). Jedes dieser Reizinstrumente kann mit jedem Reaktionsinstrumente durch Stöpselung verbunden werden. Natürlich wird auf Wunsch auch eine andere Zusammenstellung von Instrumenten geliefert.
NB. Eine sehr einfache Gesamtanordnung für Reaktionsversuche bietet auch das Vernier-Chronoskop nach Sanford Nr. 4, wenigstens in den oben erwähnten 2 Modellen, indem dieselben zur Reizung, Reaktion und gleichzeitig zur Zeitmessung ohne jegliche Nebenapparate und ohne Stromquelle dienen. Freilich lägt sich die Reaktionszeit nur in '/60 Sekunde bestimmen.
VH. Apparate zur Untersuchung des Gedächtnisses.
Der Zweck der Gedächtnisapparate 210 bis 216 ist es, eine Reihe von Silben, Zahlen etc., die einzuprägen ist, successiv, mit genau bestimmter Geschwindigkeit und beliebig oft vor dem Auge vorbeiziehen zu lassen. Dieses wird auf verschiedene Weisen bewerkstelligt. Man schreibt die Silben etc. untereinander auf einen Papierstreifen, spannt diesen über einen Zylinder (Trommel) von entsprechendem Umfang und dreht denselben. (Siehe Schema I). Oder man spannt den Streifen über 2 Zylinder, deren Entfernung je nach der Länge des Streifens verschieden grog genommen wird; man spricht in diesem Falle von einer „Schleife“. (Siehe Schema II). Oder die Silben werden, statt auf Streifen, auf Scheiben geschrieben, u. zw. radial an den Rand, und die Scheibe in Rotation versegt. (Siehe Schema III). Damit die Versuchsperson nie mehrere Silben zugleich sehen kann — die Darbietung soll rein successiv sein — wird vor dem Streifen bezw. vor der Scheibe ein Schirm mit rechteckiger Öffnung angebracht, die so grog ist, dag nie mehr als eine Silbe sichtbar ist.
Eine weitere Aufgabe dieser Gedächtnisapparate und insbesondere der Apparate 217 und 218 ist die, dag sie Versuche nach der Treffer- und Zeitmethode (vgl. Müller und Pilzecker, Beiträge zur Lehre vom Gedächtnis, Zeitschr. f. Psychol., Ergänzungsband 1, S. 3 ff.) ermöglichen. Dieselben bestehen darin, dag von den gelernten Silben bestimmte vorgezeigt werden, und die Versuchsperson aus dem Gedächtnisse jene Silben zu nennen hat, die in der gelernten Reihe auf die ersteren gefolgt
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