﻿SPINDLER & HOYER G.b.m.H. GÖTTINGEN
sind oder ihnen vorausgegangen waren usw. Dabei ist auch die Zeit vom Vorzeigen jeder Silbe bis zum Nennen der reproduzierten Silbe zu messen. Wie man sieht, handelt es sich um Reaktionsversuche. Zur plötzlichen Exposition der Silben werden jedoch nicht die in Gruppe V angeführten Reizinstrumente benutzt, sondern man hat den besonderen Bedürfnissen entsprechend eigene Apparate gebaut, die man als Trefferapparate zu bezeichnen pflegt. Die Silben werden in ähnlicher Weise wie sie eben beschrieben wurde, mittels einer Trommel oder Scheibe, eine nach der anderen vorgeführt. Davor steht wieder ein Schirm mit rechteckiger Öffnung. Die Exposition mug, um eine genaue Zeitmessung zu ermöglichen, eine plötzliche sein. Es wird entweder die Trommel so schnell gedreht, dag die Silbe plöglich hinter der Öffnung erscheint, oder es wird die Öffnung durch ein Schirmchen zunächst verdeckt und dieses dann plöglich weggezogen.
Bei der genaueren technischen Durchführung dieser Ziele ergaben sich eine Reihe von speziellen Forderungen an die Apparate. Je nach der Konstruktion und je nach dem Preise erfüllen die einen diese, die anderen jene Forderungen, die einen erfüllen sie in vollkommenem, die andern in weniger vollkommenem Grade. Im Folgenden sind die Forderungen, die man bisher gestellt hat, ziemlich vollzählig angeführt. Auch ist kurz darauf hingewiesen, durch welche Mittel dieselben erfüllt werden, und welche Mittel besser, welche weniger vollkommen zum Ziele führen. Eine solche Übersicht dürfte von Vorteil sein, damit man bei der Wahl des Apparates nicht Gefahr läuft, den einen oder anderen Punkt, der von Wichtigkeit gewesen wäre, zu übersehen.
a)	Eine Hauptforderung ist es, dag der Apparat die Silben mit hinreichend gleichmägiger Geschwindigkeit vorbeiführe, da bekanntlich bei verschiedenem Tempo der Vorführung verschieden schnell gelernt wird, und da die Versuchsperson selbst kleine Schwankungen häufig merkt und als Störung empfindet. Die Apparate 210, 211, 214, 215 und 216 sind daher mit einem durch Windflügel regulierten Gewiehts-bezw. Federmotor versehen. Dagegen hängen die Apparate 212 und 213 in dieser Hinsicht von der Güte und von der richtigen Behandlung des Kontaktmetronoms ab. Es ist bei demselben darauf zu achten, ob erstens die geraden und ungeraden Schläge und momentanen Stromsdilüsse in gleichen Zwischenpausen erfolgen (vgl. das hierüber in Nr. 11 Gesagte), und ob zweitens das Metronom nach längerer Zeit nicht langsamer geht als am Anfänge.
b)	Die Geschwindigkeit mug variierbar sein, wenigstens innerhalb gewisser Grenzen. Denn erstens wird man das Tempo bis zu einem gewissen Grade der Individualität der Versuchsperson anpassen. Vor allem aber wird es variiert, um den Einflug dieses Faktors auf Lernen und Behalten zu prüfen. Sämtliche Apparate sind so eingerichtet, dag die Expositionsdauer der einzelnen Silben mindestens zwischen ‘/2 und 3 Sekunden beliebig gewählt werden kann. Diese Grenzen werden wohl aus-reichen. Übrigens ist bei einigen Apparaten die Geschwindigkeit über diese Grenzen hinaus variierbar.
c)	Der Apparat darf nicht zu schnell ablaufen. Die Apparate, die im Folgenden angeführt sind, laufen sämtlich mindestens so lange, dag eine 12silbige Reihe 40 mal vorbeiziehen kann. Sollte es nötig sein, das Uhrwerk dann noch einmal aufzuziehen, so wird die dadurch entstehende kleine Pause kaum als Störung angesehen werden können.
d)	Die Apparate 210, 211, 212, 215 und 216 sind mit Tourenzählern versehen, welche die Anzahl der ganzen Rotationen (Wiederholungen) oder die Gesamt-
Sdierna 111