﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTIN GEN
Die erste Größe ist die der gedruckten Reihen Nr. 222, die leßte ist die ursprünglich von Müller und Schumann gewählte. — Manchmal will man längere Wörter, Paare von Silben oder Wörtern usw. darbieten. In diesem Falle wären die genannten Feld-großen, wenigstens die beiden ersten zu klein. Indessen sind die meisten Apparate so eingerichtet, daß 2 Reihen nebeneinander Plaß haben, und daß nur durch den Schirm die eine Reihe verdeckt wird. Man braucht somit nur die Öffnung im Schirm entsprechend zu wählen, um ein doppelt so breites Feld zu haben.
i) Auch hinsichtlich der Trefferapparate kann man verschiedene Forderungen stellen. Unbedingt ist zu fordern, daß die Silben in derselben Größe, Schrift usw. kurz in möglichst derselben Weise dargeboten werden wie beim Lernen selbst. Ferner sind schon oben 2 Arten der Exposition erwähnt worden: entweder springt die Silbe selbst ins Gesichtsfeld, oder es wird ein Schirm vor ihr weggezogen. Das erstere läßt sich sehr einfach bei den Gedächtnisapparaten mit Ruckbewegung durchführen. Die plößliche Bewegung ist mit dem Ruck schon gegeben; man muß nur den Apparat nach dem Ruck anhalten können und dafür sorgen, daß durch die Ruckbewegung gleichzeitig ein Kontakt z. B. geschlossen wird. In dieser Weise sind in der Tat die Apparate 212, 213, 214 und 216 eingerichtet. Allein wenn diese Exposition auch in den meisten Fällen ausreicht, so hat sie doch Mängel: der eine Mangel ist, daß sich die Silbe selbst bewegt und ihre Bewegung — und eventuell ein Zittern beim Anhalten — gesehen wird; der zweite, daß die Bewegung eine relativ langsame ist. Befriedigender ist es, wenn man einen Schirm vor der Öffnung wegbewegt. So sind die Trefferapparate 217 und 218 eingerichtet. Sie sind vom Gedächtnisapparat getrennt und haben eine eigene Trommel, auf welche der Streifen mit den Reizsilben aufgespannt wird. Es ist aber vorteilhaft, wenn Lern- und Trefferapparat vereinigt sind, so wie es bei den eben früher erwähnten Apparaten der Fall ist. Eine solche Vereinigung des Lernapparates mit der vollkommeneren Treffereinrichtung ist bei dem Apparat 215 durchgeführt. Endlich muß der Trefferapparat so gebaut sein, daß die Versuche sich unmittelbar an das Lernen der Reihe anschließen können. Wo Treffer- und Lernapparat getrennt sind, ist dies ohne weiteres möglich. Bei den übrigen Apparaten gilt analoges wie es unter Punkt f) über den raschen Wechsel der Lernreihen gesagt wurde.
Anm : Als Reaktionsinstrumente hat man bei den Trefferversuchen die S(hallschlüssel Nr. 201 und 203 und vor allem den Lippenschlüssel Nr. 204 verwendet. Zur Zeitmessung wird gewöhnlich das Hipp’sdbe Chronoskop benugt. Dasselbe ist jedoch hierfür nicht gerade sehr geeignet: es läuft zu schnell ab, so dag man gezwungen ist, das Gewicht sehr oft aufzuziehen; und nicht selten passiert es, dag es unerwarteter Weise abläuft, noch ehe die Versuchsperson reagiert hat, so dag die Messung vereitelt wird. Der Grund, weshalb es dennoch immer gewählt wird, ist einfach der, dag die Laboratorien gewöhnlich nur mit diesem Instrument, u. zw. mit dem modèle courant desselben, versehen sind. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dag sich auch das Vernier-Chronoskop (Nr. 4) recht gut eignen würde, namentlich in den in der Anm. auf S. 9 vorgeschlagenen erweiterten Formen; freilich ist hierbei das Auszählen der Schwingungen etwas umständlich und zeitraubend.
k)	Unter Umständen ist die Forderung von Wert, daß die ganze Anordnung möglichst wenig Hilfsapparate und Hilfseinrichtungen beanspruche, daß sie wenig Raum einnehme, ja daß sie bequem transportierbar sei. In diesem Falle wird man den Apparaten den Vorzug geben, die keine Elektrizität, kein Metronom brauchen, und die den Trefferapparat in sich haben. Zur Zeitmessung wird man nicht den Hipp, sondern das Vernier-Chronoskop Nr. 4 wählen. — Ferner ist zu überlegen, ob es angeht, daß der Apparat an einen Tisch geschraubt wird und ob ein Loch für das Gewicht in den Tisch gebohrt werden kann, wie es einige Apparate fordern. Man wird dann vielleicht den Gewichtsmotor durch den obendrein leichteren Federmotor erseßen lassen usw.
l)	Für Massenversuche und Demonstrationen in Auditorien und Schulen ist bis jeßt kein Apparat gebaut. Es ließen sich aber verschiedene Modelle zu diesem Zwecke vergrößern. Einige kleine Modelle werden sich auch im Projektionsapparat verwenden lassen.
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