﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
dag jedesmal nur eine Silbe sichtbar ist, ist in der Figur weggelassen. Die Geschwindigkeit ist dank der Regulierung sehr konstant und kann durch Auflegen von Gewichten durch Verstellen der Windflügel und durch Ändern der Friktionsscheibenüber-segung innerhalb sehr weiter Grenzen variiert werden. Infolgedessen ist der Apparat nicht auf Gedächnisversuche beschränkt, sondern kann zu allen Zwecken gebraucht werden, zu denen ein Kymographion dient. Ein Tourenzähler gestattet, die Anzahl der Rotationen und somit die Anzahl der Wiederholungen der Silbenreihe abzulesen. Für verschieden lange Reihen sind Trommeln von verschiedenem Umfang einzusegen; das Auswechseln derselben geht augerordentlich einfach und schnell. Dem Apparat wird je eine Trommel für 8, 10, 12, 16 und 20-silbige Reihen beigegeben. Dabei ist als Feldgröge 70X30 mm angenommen. Die Trommeln sind so lang, dag 3 Reihen nebeneinander Plag haben. Will man wesentlich längere als 20-silbige Reihen anwenden, so mug man entweder die Silben kleiner schreiben und dementsprechend den Spalt kleiner machen, oder man mug eine Schleife verwenden. (Hierzu eignet sich die Seite 17 beschriebene Vorrichtung Nr. 23. Man berücksichtige die unter Punkt e) der Vorbemerkung erwähnten Vorsichtsmagre geln.) In beiden Fällen lägt sich der Apparat auch zu der zweiten und dritten Art der unter Punkt m) der Vorbemerkung erwähnten tachistoskopischen Versuche verwenden.
Ein Vorzug des Apparates ist seine Einfachheit. Er braucht keine Elektrizität und keine Hilfsapparate. Auf Wunsch wird er in kleineren Dimensionen (Feldgröge 30X13 für die gedruckten Reihen, Trommellänge 60 mm) und mit Gewichtsuhrwerk gebaut und mit derselben Treffereinrichtung wie Apparat 215 versehen. In dieser Form ist er bequem transportierbar.
Nr. 211. Derselbe, vereinfacht nach Mc. Dougall. Hier ist die Friktionsscheibe weggelassen, da die Variation der Geschwindigkeit, wie sie für Gedächtnisversuche in Betracht kommt, sich leicht durch Auflegen von Gewichten und durch Verstellen der Windflügel erreichen lägt. Trommellänge 25 cm. Durchmesser 20 cm.
Auch dieser Apparat wird auf Wunsch mit Federmotor und in kleinen Dimensionen (Feldgröge 30X13 für die gedruckten Reihen, Trommellänge 60 mm) gebaut und mit Treffereinrichtung wie Apparat Nr. 215 versehen.
Nr. 212. Mnemometer nach Ranschburg. (Monatsschrift für Psychol, und Neurol., Bd. 10, S. 321.) Bei diesem Apparat wurde das erste Mal der Versuch gemacht, die Silben nicht mit gleichförmiger Gesdiwindigkeit, sondern ruckweise an dem Auge vorbeiziehen zu lassen. Das mechanische Prinzip, durch welches dies erreicht wurde, ist folgendes. Die Axe, die ruckweise rotieren soll, trägt ein Zahnrad, in dessen Zähne eine Sperrklinke eingreift, die jedesmal, wenn sie niedergedrückt wird, das Rad um einen Zahn weiterbewegt. Das Niederdrücken der Klinke wird aber nicht mechanisch, sondern elektromagnetisch bewirkt. Der Apparat wird in einen
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