﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Stromkreis geschaltet, der ein Kontaktmetronom (vgl. Nr. 11) enthält; so oft in diesem auf einen Moment der Kontakt hergestellt wird, erfolgt ein Ruck. Der Zeitpunkt der Stromöffnung ist für die Bewegung ohne Einflug. (Sollte dennoch bei der Öffnung eine kleine Ruckbewegung entstehen, so hat man nur die Schraube, welche an der Einschnappfeder des oberen Zahnrades angebracht ist, entsprechend einzustellen.)
Die nebenstehenden Figuren geben ein Bild des Apparates. Der Mechanismus ist zum Sehuge in ein Kästchen (20X20 cm) eingeschlossen, dessen Deckel aufklappbar ist. Die erste Figur zeigt das Kästchen allein, mit aufgeklapptem Deckel. In der Mitte desselben erhebt sich die kurze Axe ; sie trägt eine Metallscheibe, auf welcher mittels der Schraubenmutter M die Kartonscheibe befestigt wird, an deren Rand radial die Reizworte geschrieben sind (vgl. die Vorbemerkung Schema III). Diese Scheibe rotiert ruckweise mit der Axe, und es rückt dadurch eine Silbe nach der anderen unter den viereckigen Spalt D des Deckels (siehe die untere Figur). Unter der Metallscheibe sieht man das Zahnrad Z. E sind die Elektromagnete. Bei I sind an der unteren Seite des Kästchens 2 Klemmen angebracht, die zur Einschaltung der Elektromagnete dienen. N ist ein einfacher Tourenzähler, dessen Zählwerk bei jeder vollen Umdrehung der Axe (60 Rucke) um eine Nummer weiter bewegt wird. Die Nummer ist von äugen durch das Fenster auf der linken Seite des Kästchens abzulesen.
Die Geschwindigkeit, mit der die Rucke erfolgen, wird durch das Metronom bestimmt. Man achte auf die Konstanz desselben, ob und wann es beginnt, langsamer zu laufen. Das kleinste Intervall zwischen je 2 Rucken, das sich mittels des Metronoms erreichen lägt, beträgt ‘/s Sek., das grögte 3 Sek. Für Intervalle von 1 l/j bis 3 Sek. wird nur der eine der beiden Kontakte eingeschaltet, also bei jeder ganzen Schwingung einmal der Strom geschlossen. Namentlich im anderen Falle, bei Be-nugung beider Kontakte, mug das Instrument sorgfältig eingestellt werden ; man vergleiche hierüber Nr. 11 S. 12 und Punkt a) der Vorbemerkung. Da die Metronomschläge leicht stören, namentlich wenn sie mit den Ruckgeräuschen des Mnemometers nicht zusammenfallen, so ist es ratsam, das Metronom in ein Nebenzimmer zu stellen oder wenigstens die Schläge zu dämpfen, indem man das Instrument auf eine dicke Filzplatte stellt und eine Glocke darüberstülpt. Statt des Metronoms können auch andere zeitmarkierende Apparate (Zeitsinnapparat, Universalpendel usw.) verwendet werden.
Die zweite Figur zeigt den oben beschriebenen Reizapparat in Verbindung mit dem Metronom und einem Taster; aus ihr ist gleichzeitig die Schaltung zu ersehen.
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