﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Auf dem Grundbrettchen des Tasters ist rechts ein einfacher Schalter angebracht, durch den der eine, in der Figur der linke, Kontakt des Metronoms ein- oder ausgeschaltet werden kann, damit man nach Belieben die einfachen oder die Doppelschwingungen des Pendels benügen kann.
Das Zahnrad an der Axe hat 60 Zähne und kann nicht ausgewechselt und beliebig durch ein anderes mit einer geringeren Anzahl von Zähnen ersegt werden. Die Reizscheibe macht daher stets 60 Rucke bei einer vollen Umdrehung. Will man somit eine Reihe von z. B. 12 Silben wiederholt darbieten, so mug man sie 5 mal (oder, wenn man jedesmal 3 Zwischenfelder frei lägt, 4 mal) hintereinander aufschreiben, Auch lassen sich nicht die gedruckten Silbenreihen nach Müller-Schumann (Nr. 222) verwenden, da diese auf gerade Streifen und nicht radial auf Scheiben gedruckt sind.
Hingegen eignet sich der Apparat sehr gut für Reaktionsversuche, bei welchen eine grögere Anzahl von Re;zen gegeben werden soll. Der plögliche Ruck wird be-nugt, um den Reiz schnell darzubieten (vgl. Punkt i) der Vorbemerkung). Damit jedesmal nur ein Ruck erfolge, der Reiz also dauernd exponiert werde, öffnet man nach dem Ruck sofort mittels des Tasters den Strom. Handelt es sich um sehr rohe Zeitmessung, so kann man die Schläge des Metronoms bis zur Reaktion zählen. Für feinere Messungen ist ein elektromagnetisches Chronoskop z. B. das Hipp (Nr. 1) zu benügen (vgl. die Anm. zu Punkt i) der Vorbemerkung.) Das Metronom wird dabei ausgeschaltet oder ein Kontakt in demselben dauernd geschlossen. Der Ruck wird jedesmal durch kurzes Niederdrücken des Tasters erzeugt. Im Moment, wo der Reiz erscheint, wird durch die Ruckbewegung selbst bei C (siehe die obere Figur) ein Kontakt geschlossen. Bei II sind an der unteren Seite des Reizapparates 2 Klemmen angebracht, die zu diesem Kontakt führen. Diese 2 Klemmen, das Hipp und das Reaktionsinstrument, werden in einen zweiten, von dem oben erwähnten ganz unabhängigen, mit einer eigenen Stromquelle versehenen Stromkreis geschaltet.
Das Mnemometer lägt sich auch als Tachistoskop in den in Punkt m) der Vorbemerkung beschriebenen Weisen benügen.
Zu dem Apparat werden 23 gedruckte Reizkarten nach Ranschburg geliefert.
Nr. 213. Gedächtnisapparat nach Wirth. (Wundt, Philos. Studien, Bd. 18, S. 701.) Wie der vorige Apparat ist auch dieser für Ruckbewegung eingerichtet; jedoch ist das Prinzip, wodurch dieselbe erreicht wird, ein ganz anderes. Gleichzeitig wurde
bei diesem Apparate das erstemal dafür gesorgt, die Geräusche bei den Rucken zu vermeiden.
Das nebenstehende Schema soll das Prinzip veranschaulichen. Die Axe, an welcher die Trommel bezw. die Scheibe mit den Silben sigt, und welche sich also ruckweise drehen soll, trägt ein Steuerrad R, in dessen stabförmige Zähne abwechselnd die beiden Haken H eingreifen. Das Gewicht G sucht die Axe samt der Trommel bez. Scheibe in der Richtung des Pfeiles zu drehen. Wird bei der in der Figur gewählten Ausgangslage erst der linke Haken zurückgezogen, indem dessen Elektromagnet E auf kurze Zeit von einem Strom durchflossen wird, so wird das Steuerrad frei, es dreht sich, bis es von dem Haken auf der anderen Seite aufgefangen wird. Wird dann im rechten Elektromagnet einen Moment ein
8*
115