﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÜTTINGEN
sigt; und zwar sind die Apparate 214 und 215 so eingerichtet, dag die kontinuierlich rotierende Axe selbst der Trommel die Stöge erteilt, dag also keine zweite Kraft nötig ist.
Das nebenstehende Schema zeigt, wie dieses Prinzip bei dem Lipmann-Apparat realisiert ist. Man sieht 2 Räder; das untere Rad K wird durch ein genaues Federuhrwerk in gleichförmige, kontinuierliche Rotation versegt; es sei daher als „kontinuierliches“ Rad (K) bezeichnet. Im Schema ist die Kraft der Einfachheit halber durch ein Gewicht angedeutet. An diesem Rade sind, senkrecht zu seiner Ebene, Stifte auf-gesegt, die in die Zähne des oberen Rades eingreifen. Dieses legtere soll ruckweise rotieren und ist daher mit R bezeichnet. So oft nun ein Stift des kontinuierlichen Rades nach oben kommt, nimmt er das Zahnrad ein Stüde mit; dann steht dasselbe wieder still, bis der nächste Stift nach oben kommt und in den nächsten Zahn eingreift. Durch diesen einfachen Mechanismus wird das Zahnrad in der Tat ruckweise fortbewegt, und mit ihm bewegt sich ebenso die Silben-Trommel.
Die beiden umstehenden Figuren zeigen die nähere Ausführung der Konstruktion. Die erste Figur gibt die Vorderansicht des Apparates. Das Werk ist zum grögten Teil durch den Schirm 16 verdeckt, der nur 2 rechteckige Öffnungen 11 hat, durch die man die Silben, u. zw. jedesmal nur eine sieht. Rechts hinter dem Schirm ist der Kasten 1 mit dem Uhrwerk zu sehen. Dasselbe wird mittels der Kurbel 2 aufgezogen. Der kleine Hebel 3 dient zum Ingangsegen und Arretieren des Werkes. Mittels der Schraube 4 kann man den Gang verlangsamen und beschleunigen, u. zw. verhalten sich die extremen Geschwindigkeiten ungefähr wie 1:2'/,. Zur weiteren Variierung der Geschwindigkeit dient eine andere Einrichtung, die unten besprochen ist. Die erwähnte Schraube ist mit einer groben Kreisteilung versehen, die es er-
möglicht, den Apparat auf eine bestimmte Geschwindigkeit mit hinreichender Genauigkeit einzustellen. Die 2. Figur gibt die hintere Ansicht des Apparates und zeigt die Übertragung der Bewegung auf die Trommeln. Vom Uhrwerk wird die Axe 5 angetrieben. An ihr sigen die 2 kontinuierlichen Räder 6 und diese versegen in der oben erläuterten Weise die Zahnräder 7 in ruckweise Bewegung. Mit diesen legteren wieder sind die 2 sechskantigen Trommeln 10 in fester Verbindung. Die 2 Trommeln 12 dienen dazu, die Schleifen, die über die ersteren Trommeln gelegt werden, horizontal zu halten und zu spannen. Sie werden durch die Böcke 13 getragen, welche an den Schienen 14 zu verschieben und mittels der Flügelschrauben 15 zu fixieren sind. Die Schienen sind sorgfältig aufgesegt, die Böcke gleiten sehr exakt, sodag die runden und die sechskantigen Trommeln bei jeder Entfernung genau parallel stehen. (Man vergl. hierüber Punkt e) der Vorbemerkung.) Bei jeder Umdrehung der Axe 5 macht die Trommel 6 Rucke, da das kontinuierliche Rad 6 Stifte besigt. Dieselben sind jedoch leicht herauszunehmen. Benügt man z. B., wie im Schema gezeichnet, nur 3 Stifte, so werden bei jeder Umdrehung blog 3 Rucke erzeugt; ebenso kann man 2 oder nur 1 Stift verwenden. Die Intervalle zwischen den Rucken werden dann 2, 3
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