﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
bezw. 6 mal so lang. Dies ist also das zweite Mittel, um die Rotationsgesehwindigkeit zu variieren. Zu beachten ist jedoch, dag sich beim Verstellen der Schraube 4 die Ruckdauer und die Dauer der Exposition in gleichem Verhältnisse ändern, während sich beim Herausnehmen von Stiften blog die Expositionsdauer ändert, die Geschwindigkeit des Ruches aber konstant bleibt.
Der Apparat läuft, wie die Kontrolle ergab, mit sehr konstanter Geschwindigkeit (man vgl. hierüber die 2. der oben zitierten Abhandlungen). Um das Uhrwerk möglichst gleiehmägig zu belasten, ist es günstig, die beiden Trommeln so einzustellen, dag sie die Rucke nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd ausführen. Dies lägt sich leicht erreichen, da das Zahnrad auf seiner Axe verstellt und mittels einer kleinen Schraube in jeder Lage fixiert werden kann. Ebenso würde es den Gang beeinflussen, wenn die Schleife zu stark gespannt würde. Es ist nur eine ganz lose Spannung nötig, da sie, wie in Punkt e) der Vorbemerkung erwähnt, dadurch mitgenommen wird, dag der Papierstreifen geknickt ist und die Kanten der Trommel sich in die Knicke hineinlegen.
Für längere oder kürzere Reihen wird einfach die Schleife verschieden weit gemacht. Die Trommeln lassen sich so weit nähern, dag sich noch Schleifen von 8 Feldern über sie legen lassen. Bei der weitesten Entfernung der Trommel fagt die Schleife 42 bezw. 64 Felder, je nachdem man Trommeln mit 2 cm oder 13 mm Feldhöhe benugt. Es wird nämlich dem Apparat sowohl ein Paar der kleineren, für die gedruckten Silbenreihen Nr. 222 berechneten, wie auch ein Paar der grögeren Trommeln mit 2X3 cm Feldgröge beigegeben.
Ein Vorzug des Apparates ist es, dag man beliebig viele Reihen hintereinander lernen lassen kann, ohne dazwischen durch das Wechseln der Streifen die geringste Zeit verlieren zu müssen. Ebenso können an dem Apparate Trefferversuche unmittelbar nach den Lernversuchen angestellt werden. Aus diesen Gründen besigt eben der Apparat eine 2. Schleife. Während die Versuchsperson an der einen Schleife lernt, hat man Muge, die andere aufzuziehen bezw. auszuwechseln. Augerdem sind die Trommeln so breit, dag 2 Reihen nebeneinander aufgeschrieben werden können. Dementsprechend sind die 2 Diaphragmen 11, die man in dem Schirm in der 1. Figur sieht, mit 2 von oben herabklappbaren Schirmchen versehen, von denen das eine die rechte, das andere die linke Hälfte des Diaphragmas deckt.
Die Rucke erfolgen zwar nicht vollständig geräuschlos, aber doch nur mit einem sehr leisen, dumpfen Geräusch, dag sicher nicht als Störung empfunden wird. Die Dämpfung wird erstens dadurch erreicht, dag die Stifte des kontinuierlichen Rades mit Gummischläuchen überzogen sind, die sich im Bedarfsfälle leicht durch neue ersegen lassen. Ferner sind die Zähne von 7, wie das nebenstehende kleine Schema zeigt, mit Federn f versehen. Der Stift St prallt somit nicht direkt auf die relativ schwere Masse des Zahnrades, mit dem auch noch die Trommel in starrer Verbindung steht, sondern die Bewegung wird vorbereitet, allmählich eingeleitet, indem der Stift erst auf die Feder wirkt. Es zeigte sich, dag diese Einrichtung in der Tat einen Einflug auf das Geräusch hat. - Um ein Zittern und Weiterschnellen der Trommel zu vermeiden, ist mit ihr die Hartgummischeibe 9 fest verbunden, an welcher die Feder 8 schleift. Dadurch entsteht eine kleine Bremsung, welche in dem angegebenen Sinne wirkt.
Der Apparat ist auch für Trefferversuche eingerichtet u. zw. für solche der einfacheren Art, wie sie in der Vorbemerkung Punkt i) beschrieben sind. Die Rucke werden zur schnellen Exposition benugt und durch die Ruckbewegung gleichzeitig ein Kontakt geschlossen. Die schon früher erwähnte Hartgummischeibe 9 ist, den 6 Prismenflächen entsprechend, mit 6 Metallschrauben befestigt, die so abgeschliffen sind, dag sie nicht über die Scheibe hinausragen. So oft die Feder 8 über eine solche Schraube schleift, ist der Kontakt geschlossen. Die Feder ist verstellbar und mug so
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