﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Falle, wie das nebenstehende Schema zeigt, so weit rechts von der kontinuierlichen Sdieibe K festgeschraubt, dag diese nicht mehr in die Einkerbungen des Zahnrades R ein greift. Der kontinuierliche Antrieb erfolgt nun durch ein Zahnrad r,, das an einer aus dem Kasten vorragenden Axe des Uhrwerkes sigt. Dieses Rad wird durch das gleich zu besprechende Rad r2 mit r3 gekuppelt, welches legtere wie das Zahnrad R an der Trommelaxe befestigt ist. r2 sigt an einem Stabe, der um a gedreht und mit der Schraube S fixiert werden kann. Will man diese ganze Einrichtung nicht benugen, sondern die Trommel ruckweise rotieren lassen, so wird der erwähnte Stab samt r2 in die gestrichelte Lage weggerückt. — Dadurch dag der Apparat auch für kontinuierliche Rotation eingerichtet ist, wird er wohl für manche weitere Zwecke zu verwenden sein.
Die 2. Nebeneinrichtung hat mit Gedächtnisversuchen nichts zu tun. Es wird das konstante Uhrwerk dazu ausgenugt, in bestimmten und variierbaren Zeitintervalien Kontakte zu erzeugen. — In dem Uhrwerke befinden sich infolge der notwendigen Übersegungen Axen, die sich verschieden schnell drehen. 3 solche Axen, deren Geschwindigkeiten sich wie 1:10:50 verhalten, sind nadi hinten verlängert. An ihnen sigen, wie aus der 2. Figur zu sehen ist, kleine Walzen, auf denen Kontaktfedern schleifen. Bei jeder Umdrehung einer solchen Walze wird an einer Stelle auf einen Moment ein Kontakt geschlossen. Die Einrichtung wirkt also wie ein Kontaktmeironom, nur genauer und vollständig geräuschlos; auch sind die Intervalle innerhalb viel weiterer Grenzen variierbar, indem man erstens Windflügel und Gewicht ändern und zweitens verschiedene Walzen benugen kann. Verbindet man ferner die Kontakte mit elektrischen Markierern, so kann man gleichzeitig mehrere Zeitkurven nebeneinander aufschreiben, von denen die eine z. B. Sekunden, die andere V.i oder ‘/io Sek. markiert. Ja, durch eine besondere von Rupp angegebene Schaltung lassen sich mit ein und demselben Markierer Kurven schreiben, in welchen jede 5. oder jede 10. Marke länger ist, und die somit ein sehr bequemes und schnelles Auszählen gestatten, ähnlich wie die Kurven des Kagenaar’schen Chronoskopes Nr. 42. Das nebenstehende Schema zeigt diese Schaltung. Man sendet den Strom erst durch den häufigeren, z. B den 1/5 Sek. Kontakt und verzweigt ihn hinter diesem; in den einen Zweig legt man den zweiten, z. B. 1 Sek. Kontakt, in den anderen einen Widerstand W. Nach Vereinigung der Zweige führt man den Strom durch den Elektromagneten des Markierers und zurück zur Stromquelle. Wenn nun blog der Vs Sek.-Kontakt geschlossen ist, so wird der Markierer eine kleine Exkursion machen, wegen des Widerstandes. Wenn hingegen auch der Sek.-Kontakt geschlossen ist, so verringert sich der Gesamtwiderstand, die Exkursion des Schreibers und damit die Marke wird eine größere.
An den neueren Modellen des Apparates sind gegenüber den älteren einige Änderungen vorgenommen. Wie schon erwähnt, sind die Trommeln den gedruckten Silbenreihen angepagt. Ferner ist ein Tourenzähler hinzugefügt. Endlidi wird der Apparat auf Wunsch mit einem Federuhrwerk versehen, was den Vorteil mit sich bringt, dag man kein Loch in den Tisch, auf den der Apparat gestellt wird, bohren mug, durch welches die Schnur für das Gewicht nach unten hängt.
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