﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 217. Trefferapparat nach Müller-Pilzecker. (Zeitschr. f. Psych. Ergänzungsbd. I, S. 4). Der Zweck und das Wesen der Trefferversuche ist bereits in der Vorbemerkung insbesondere in Punkt i) erläutert worden. Der in Rede stehende Apparat ist von den Gedächtnisapparaten zum Lernen der Silben ganz isoliert. Die Silben werden in derselben Größe und Schrift wie die vorher gelernten Silben auf einen Streifen untereinander geschrieben und dieser über eine Trommel gespannt. Vor der Trommel steht ein Schirm mit einer rechteckigen Öffnung, deren Größe durch Schieber zu variieren ist. An der vorderen Seite des Schirmes gleitet, durch vertikale Stangen geführt, ein zweiter Schirm, der ebenfalls eine Öffnung besißt. Wenn dieser hochgezogen ist, so verdeckt er die Öffnung im ersten Schirm und damit auch die Silbe auf der Trommel. Wenn er hingegen beim Fallen seine tiefste Lage erreicht, so kommt seine Öffnung gerade vor der im ersten Schirm zu stehen, und die Silbe wird sichtbar. Während des Fallens erlangt der Sdiirm eine ziemlich große Geschwindigkeit, so daß die Exposition sehr rasch erfolgt. Beim Auffallen öffnet er einen einfachen Quecksilberkontakt. In seiner höchsten Lage wird er durch Elektromagnete festgehalten.
Damit die Silben genau in der Mitte des Spaltes erscheinen, ist erstens eine prismatische Trommel gewählt, und zweitens an der Axe eine einfache Einschnappvorrichtung angebracht, deren Feder immer dann in eine Einkerbung einsehnappt, wenn eine Seitenfläche der Trommel genau vor dem Spalt steht. Man hat also den Streifen so aufzuspannen, daß die Silben genau in der Mitte zwischen 2 Kanten zu stehen kommen und die Trommel stets so einzustellen, daß die Feder einschnappt.
Die Größe der Trommel richtet sich natürlich nach der Größe der Trommeln des Gedächtnisapparates. Dies muß daher bei der Bestellung angegeben werden.
Der Apparat ist nicht auf Trefferversuche beschränkt, sondern kann zu beliebigen Reaktionsversuchen mit optischen Reizen verwendet werden, sofern nur die Größe des Spaltes hinreicht. Namentlich läßt sich bequem eine größere Reihe von Reizen hintereinander geben, indem man große Trommeln (z. B. für 24 Silben) oder eine Schleife anwendet; im leßteren Falle ist eine 2. Trommel hinzuzufügen, z. B. die Vorrichtung Nr. 23 S. 17).
Nr. 218. Treff er=Apparat nach Rupp. Der Apparat unterscheidet sich vom vorigen durch die Konstruktion des Fallschirmes; es ist dieselbe, wie sie bei Apparat 215 beschrieben wurde. Im Übrigen gilt alles in der vorigen Nummer Gesagte.
Nr. 219. Silbenträger für simultane Exposition. Die bisher erwähnten Gedächtnisapparate sind für den Fall berechnet, daß die Silben suc-cessiv dargeboten werden. Man kann die ganze Reihe aber auch simultan exponieren, und dementsprechend auch Trefferversuche anstellen, wo das ganze Tableau exponiert wird, indem alle Felder bis auf ein gewisses leer bleiben. Für solche Versudie dient der in Rede stehende Apparat als Silbenträger.
Auf einer Holzplatte erheben sich seitlich 2 Säulen, auf die mittels Ringen Platten aufgesteckt werden. Jede dieser Platten hat nebeneinander 6 oder 8 rechteckige Öffnungen. JAn diese legt sich von hinten ein Blechstreifen an, welcher die