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wie es beim vorigen Apparat beschrieben ist, vor dem Vorbeiziehen des Spaltes einen Kontakt öffnet, wird der Schirm losgelassen und das dahinterstehende Objekt sichtbar.
Schirm und Elektromagnete sind auf einem Stativ befestigt und können in beliebiger Höhe eingestellt werden.
Nr. 229. Tachistoskop nach Marbe. (Archiv f. d ges. Physiol. Bd. 107, S. 585). Der Apparat gestattet, zum Unterschied von den bisher beschriebenen Apparaten, zwei Bilder gleichzeitig zu exponieren u. zw. das eine der Bilder beliebig oft hintereinander jedesmal eine minimale Zeit, das andere Bild nur einmal dieselbe minimale Zeit. Er dient also speziell zur Untersuchung der Frage, ob das durch den einmaligen Reiz erzeugte Bild ebenso hell erscheint wie das Bild, welches entsteht, wenn derselbe Reiz mit einer zur Verschmelzung hinreichenden Frequenz geboten wird, oder ebenso hell wie das flimmernde Bild. Auf einige andere Fragen über Farben, zu denen sich der Apparat eignet, ist weiter unten hingewiesen. Dieser speziellen Verwendung entsprechend ist der Apparat zunächst nicht für Buchstaben u. dgl. eingerichtet, sondern für Farbenreize.
Die Konstruktion ist ähnlich wie beim Tachistoskop nach Erdmann und Dodge, nur werden die Bilder mittels eines Projektionsapparates auf einen Schirm geworfen und statt eines Fallschirmes mit variablem Spalt sind 2 Schirmchen angewendet, von denen das eine den Spalt öffnet, das andere schliegt. Die genauere Ausführung ist folgende: In den Strahlengang eines Projektionsapparates wird an der Stelle des Diapositivs ein Schirm eingesegt, welcher im Abstande von 7 mm zwei Löcher a und ß von 2 mm Durchmesser besigt. Von diesen entwirft der Projektionsapparat auf einem Schirm 2 helle, scharfe Bilder. Unmittelbar hinter dem Schirm mit den 2 Löchern rotiert eine Scheibe, deren Form das nebenstehende Schema zeigt. Bei einer Umdrehung wird das Loch a dreimal, ß einmal exponiert. Damit nun ß bei den nächsten Rotationen nicht neuerdings Strahlen durchlägt, sind auf der anderen, der Lichtquelle zugekehrten Seite des Schirmes über dem Loche ß hintereinander 2 Elektromagnete angebracht, die kleine Fallschirmchen tragen. Diese letzteren sind so geformt, dag das eine das Loch deckt, wenn es vom Elektromagneten hochgehalten wird, und dag das andere das Loch erst beim Fallen verschliegt. Der durch die Elektromagnete gehende Strom wird nun durch eine Kontaktvorrichtung am Tourenzähler, welcher an der Welle der rotierenden Scheibe sigt, bei jeder 100. Umdrehung geöffnet. Durch geeignete Stellung der Kontakte wird sodann zunächst der erste Schirm losgelassen, u. zw. so, dag er fällt, bevor vor dem Loch ß der freie Sektor der rotierenden Scheibe erscheint, und darnach wird in dem zweiten Elektromagneten der Strom geöffnet, u. zw. wieder in einem solchen Zeitpunkt, dag der Schirm bereits gefallen ist, bevor der freie Sektor das zweitemal vor ß vorbeizieht.
Auger in dieser speziellen Weise kann der Apparat noch in mannigfacher anderer Weise verwendet werden. Will man nur ein Feld beliebig kurze Zeit und nicht periodisch exponieren, so verschliegt man einfach das Loch a. Durch Einschieben von Rauchgläsern und gefärbten Gläsern kann man die Intensität und Farbe des Bildes variieren. Verwendet man eine Scheibe mit variablem freiem Sektor, welche jedoch nur das Loch ß deckt und a dauernd offen lägt, so kann man die Nachbildphasen, welche bei einmaliger kurzer Reizung entstehen, mit dem konstanten Bild von a vergleichen. — Natürlich kann die Form und der Abstand der 2 Löcher auch anders gewählt und so Form und Abstand der Objekte variiert werden. Man hat dann einfach einen anderen Schirm einzusegen. U. s. f.
Der Projektionsschirm wird dauernd stärker oder schwächer beleuchtet, je nach
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