﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Der Hartkupferblock B ist, wie das nebenstehende Schema zeigt, an seiner obersten Schichte dreieckig abgeschnitten. Je nachdem nun die Feder weiter rechts oder links über den Block schleift, wird der Kontakt längere oder kürzere Zeit dauern. Man kann also die Kontaktdauer durch Verschieben der Feder variieren. Diese Verschiebung wird auf folgende Weise erreicht. Auf dem Hebel H gleitet in Schwalbenschwanzführung sehr exakt der Schlitten Sch. Rechts an denselben ist das vertikale Stück t, angesegt, in welches die Spindel der Mikrometer-Schraube S4 eingreift. Durch Drehen dieser Legteren kann man also den Schlitten nach rechts oder links schieben. Der t2 ist mit H verbunden und bildet den festen Halt für die Schraube. Zwischen t, und t2 ist eine kräftige Spiralfeder ausgespannt, die den Zweck hat einen toten Gang bei der Führung des Schlittens zu verhindern. Es lägt sich somit die Stellung desselben sehr genau regulieren. Die Befestigung der Feder f an dem Schlitten ist sehr einfach. Legterer trägt einen kurzen vertikalen Stab St,, welcher in ein konisches Loch des Schlittens genau pagt und durch Reibung hinreichend sicher hält. Der Stab hat eine vertikale Bohrung, durch welche ein dünnerer Stab St2 von unten durchgesteckt und durch eine seitliche Schraube festgeklemmt wird. Dieser legtere trägt unten die Feder f.
Man mug bei der Einstellung darauf achten, dag die Feder F sicher, aber doch nur ganz leicht über den Block schleift. Zunächst kann man dies dadurch regulieren, dag man sie in entsprechender Höhe über dem Block festklemmt. Eine genaue Regulierung ist ermöglicht durch die Klemme Ss, indem nicht die Feder verschoben, sondern der Block ein wenig gesenkt, oder wenn die Feder F schon ein wenig nach unten gebogen ist, etwas gehoben wird. Diese Feinstellung hat aber vor allem einen anderen Zweck, nämlich den, eventuelle kleine Inkongruenzen in der Konstruktion der einzelnen Kontaktvorriehtungen auszugleichen. Diese äugern sich, wenn man z. B. kurze Telephon-Geräusche verwendet, dadurch, dag die einzelnen Kontakte ungleich starke Geräusche ergeben. Das lägt sich durch sorgfältige Einstellung der Schrauben S2 ausgleichen.
Die eben beschriebene Kontaktvorrichtung wird dann benugt, wenn die zu beurteilenden Zeiten am Anfang und am Ende durch kurze Geräusche begrenzt werden, oder wenn man Zeiten, die in dieser Weise begrenzt sind, durch einzelne kurze Zwischenreize, also diskontinuierlich, erfüllen will. Es eignen sich hierzu als Reizmittel vor allem der Schallhammer, das Telephon und der elektrische Taster nach Ewald. Die Intensität lägt sich durch Widerstände regulieren, was sowohl für Zeitsinnversuche (Vergleichung stark und schwach begrenzter Intervalle) wie insbesondere
für Rhythmusuntersuchungen von Wichtigkeit ist. Auch der elektrische Funken eines Induktors lägt sich als akustischer oder visueller Reiz verwenden; doch mug man im legten Falle das Geräusch dämpfen. Es ist daher bequemer, Geigler’sche Röhren zu benugen.
Die beiden anderen Kontaktvorrichtungen sind so eingerichtet, dag ein Strom nicht momentan, sondern dauernd geschlossen bezw. geöffnet wird. Das nebenstehende Schema zeigt die Konstruktion näher. Der untere Teil ist genau so gebaut, wie bei der früheren Kontakteinrichtung. Auch die Befestigung geschieht wieder mittels der Schraube S, und die Nase n greift in eine entsprechende Nute in dem Kreisring des Hauptapparates. An diesen unteren Teil ist zunächst eine horizontale Grundplatte aus Hartgummi angeschraubt, welche in der Mitte ein Q-förmiges Messingstück trägt. Zwischen dessen oberem und
142
kleine Träger