﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Unterarme. Zugleich ist auf dieser Figur das Gestelle mit den Armlagern abgebildet, auf welches der Arm nach dem Vorgänge von Ludwig aufgelegt wird.
Der Basisrabmen besteht aus zwei Schienen, die an der unteren Seite, mit welcher sie auf dem Arme aufliegen, mit Tuch bekleidet sind. An den 4 Ecken des Rahmens sind drei Haken und eine Klemme befestigt. An den einen der Haken ist ein Band angebunden, welches in der Weise, wie die linke Figur zeigt, um den Arm geschlungen und schließlich durch die Klemme eingeklemmt wird. Nachdem der Rahmen fest aufgebunden ist, seßt man den eigentlichen Sphygmographen auf. Man braucht hierzu die Schraubenmutter M, welche auf dem Rahmen zu sehen ist, nicht abzunehmen, da die Grundplatte A des Sphygmographen eine Öffnung besißt, welche die Mutter durchtreten lägt. Sodann bringt man den Sphygmographen in solche Lage, dag die Hartgummipelotte P gerade über der Stelle der maximalen Pulserhebung liegt. In dieser Lage schraubt man ihn mittels der Mutter M fest.
Das zweite Schema zeigt die Konstruktion des Sphygmographen selbst. An der schon erwähnten Grundplatte A ist unten die kräftige Stahlfeder F angeschraubt, die die Pelotte trägt. Mittels der Schraube Sj wird die Feder so viel nach unten gebogen, bis die Pelotte fest aufliegt. Über ihr ist auf der Feder eine kurze Spiße aufgeseßt, welche gegen die Gummimembrane einer Marey’sdien Luftkapsel K drückt und die Schwingungen der Pelotte und damit die Pulsation auf diese überträgt. Die Kapsel wird gehalten durch einen Hebel, welcher um die Axe a drehbar ist. Die Drehung wird mittels der Schraube Ss ausgeführt, welcher eine heftige Spiralfeder F entgegen wirkt. Man benötigt diese Feinstellung, um die Kapsel genau einzustellen, so dag sie die Spiße der Pelotte eben berührt. Die zuleßt erwähnten Teile liegen hinter den übrigen und sind in dem Schema darum gestrichelt gezeichnet.
Die Konstruktion ist so ausgeführt, dag keine Eigenschwingungen der bewegten Massen die Kurve beeinträchtigen können. Die Feder F drückt die Pelotte fest auf die Pulsstelle auf, so dag sie allen feinsten Bewegungen der leßteren genau folgen mug. Ebenso mug die auf die Pelotte oben aufgeseßte Spiße dieser genau folgen, da sie mit ihr starr verbunden ist. Von der Pelotte zur Kapsel führt keine Gelenküberseßung, so dag kein toter Gang vorhanden ist. Die Masse, die wirklich Eigenschwingungen ausführen könnte, besteht somit nur in der Kapselmembrane und natürlich in der Membrane der Schreibkapsel samt dem Schreibhebel, sowie in der Luft zwischen diesen beiden. Diese Massen können aber wegen ihrer Leichtigkeit keinen bemerkenswerten Fehler hervorbringen. — Dag die Aufnahmekapsel und die Pelotte sich nicht in einer vertikalen Geraden, sondern in schwachem Bogen bewegen, kann bei dem grogen Halbmesser und bei den minimalen Bewegungen nichts ausmachen.
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