﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 234. Qestell mit Armlager zum Sphygmographen. Das Gestelle ist in der vorigen Nummer in der 1. Figur zu sehen. Es wird mittels einer Zwinge an den Tisch geschraubt. Der linke vertikale Stab trägt das aus zwei Bügeln bestehende Armlager, der rechte einen Bügel zum Anfassen für die Hand. Der legtere steht auf dem Tisch auf; der erstere wird in solcher Höhe eingestellt, dag die Hand etwas abwärts gebogen ist. Auf diese Weise wird die Pulsstelle am besten hervorgekehrt.
Diese Lagerung ist nicht unbedingt nötig, doch hat es Vorteile, wenn Arm und Hand stets in derselben Lage sind. Unbedingt erforderlich ist dies aber, wenn man, wie es bei manchen Sphygmographen der Fall ist, die Bewegung der Pelotten direkt auf ein Kymographion überträgt. In diesem Falle würden die unwillkürlichen Bewegungen des Armes grobe Fehler hervorrufen.
Nr. 235. Pneumograph. Das Instrument dient dazu, Atem-Kurven aufzunehmen, indem es die Erweiterung oder Verengung des Brustumfanges durch Luftübertragung "einem Marey’sehen Schreiber übermittelt.
Man hängt den Pneumographen zunächst mittels eines Bandes, das an den zwei Ringen rr befestigt ist, und das man um den Hals schlingt, so auf, dag er mit seiner Grundfläche g mitten auf der Brust aufliegt. Sodann führt man ein zweites Band, das an dem Ringe R befestigt ist, um den Brustkorb herum zur Klemme Kl, an welcher man es so befestigt, dag es straff gespannt ist.
Die Basis g des Pneumographen wird durch eine starke, federnde Platte gebildet, an welcher rechts und links zwei getrennte Teile aufgesegt sind. Zunächst sind an die Platte die zwei Messingstücke A und B angeschraubt; mit ihnen sind in starrer Verbindung erstens die zwei äugeren Träger mit dem Ringe R und der Klemme Kl, sodann die Träger L t8 ta. Der erstere trägt den festen Teil der Kapsel K. Diese sigt an einem Stiel, der in dem Träger verschoben und in beliebiger Lage festgeklemmt werden kann. t8 trägt ein sektorenähnliches Stück C, welches drehbar ist und oben mit seinen Zacken in die Zähne einer Zahnstange greift. Diese dreht sich um eine, im Träger t8 oben gelegene Axe und wird durch die Feder f gegen C angedrückt. Endlich ist C durch ein kleines Verbindungsstück mit der Kapselmembrane verbunden.
Wenn nun der Patient oder die Versuchsperson einatmet und dabei den Brustkorb ausdehnt, so wird auf R und Kl ein Zug nach äugen ausgeübt. Dabei biegt sich die Basisfeder ein wenig, so, wie sie in dem Schema gezeichnet ist, und es drehen sich die 2 getrennten Teile des Apparates etwa um die Punkte A und B. Und da der eine mit dem festen Teil der Kapsel, der andere mit der Membrane verbunden ist, so wird die Kapsel aufgebläht. Zieht sich umgekehrt beim Ausatmen der Brust-korb wieder zusammen, so strebt die Basisfeder genau in demselben Mage ihrer Ruhelage zu, dreht dabei die 2 Teile des Apparates wieder zurück, und die Kapsel wird wieder zusammen- bezw. eingedrückt.
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