﻿! SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
aufgesetzt, das 2 Klemmen trägt und 2 Träger, an denen die Bürsten befestigt sind, die den Strom bald in der einen, bald in der anderen Richtung den inneren Elektromagneten zuleiten. Die Klemmen für die äugeren Elektromagnete sieht man an dem oberen Querbalken des Apparates.
Zwischen den Bürsten und den Elektromagneten trägt die Axe des Apparates eine von Helmholtz ersonnene, elektrische Reguliervorrichtung. Das Schema zeigt die
Konstruktion deutlicher. An der Axe aa sitzt zunächst unten eine isolierte Scheibe mit halbringförmigen Platinstreifen p, p2, an welchen die Bürsten sdileifen. Von den Streifen führen Verbindungen zu den Klemmen K, K4. Die Reguliervorrichtung selbst sigt auf einem, im Schema schraffiert gezeichneten Messingstück, welches fest mit der Axe verbunden ist. Am rechten Ende desselben ist oben ein Hartgummiplättchen und auf dieses ein _J— -förmiges Messingstück aufgesetzt, welches den Hammer H trägt; der letztere ist um die Axe a drehbar. Wenn die Hauptaxe samt der ganzen Reguliervorrichtung genügend schnell rotiert, so wird der Hammer infolge der Zentrifugalkraft nach rechts abgehoben. Ihm wirkt aber eine Spiralfeder entgegen, die an dem Schlitten Sch befestigt ist und durdi die Schraube S mehr oder weniger gespannt werden kann. Eine Trommelablesung gestattet, dieselbe Spannung immer wieder herzustellen. In der Ruhelage liegt der Hammer H an dem Metall Stift chen a an, weldies von den übrigen Teilen isoliert und nur mit der Klemme K2 verbunden ist. Endlich gehört zur Reguliervorrichtung nodi der Widerstand W, welcher aus einem auf eine Spule isoliert autgewickelten Neusilberdraht besteht.
Diese Einrichtung wirkt in folgender Weise. Der Strom kommt durch die eine Bürste zunächst zum Platinstreifen p, und zur Klemme k,. Von dieser führt ein Draht zu k2 und damit zum Stiftchen o. Wenn der Hammer an a anliegt, so geht der Strom durch ihn zur Klemme K3, zu den inneren Elektromagneten EM und von diesen zur Klemme K4, zum Platinstreifen p2 und durch die zweite Bürste in die Stromquelle. Ist aber der Hammer abgehoben, also mit a nicht in Kontakt, so mug der Strom von K2 durch den Widerstand in die Elektromagnete gehen.
Man stelle nun zunächst ungefähr jene Rotationsgeschwindigkeit her, die man benötigt. Sodann werde die Spiralfeder so gespannt, dag sie eben noch den Hammer an a andrückt, Macht man dann den Strom nur wenig stärker, so wird die Rotation schneller und die Zentrifugalkraft stärker als die Spiralfeder, der Hammer wird abgehoben und der ganze Strom mug durch den Widerstand gehen. Dadurch erfährt er natürlich eine Schwächung, die Rotation wird langsamer, und der Hammer sinkt wieder zurück und schliegt den Kontakt. Dadurch beginnt das Spiel aber von neuem. Der Hammer wird also beständig abgehoben und angezogen. Man hört daher ein fortwährendes leises Geklapper.
Man mug den Apparat so einstellen, dag dieses Klappern eintritt und auch fortdauert. Nur dann hat man Gewähr, dag die Reguliervorrichtung funktioniert und die Schwankungen in der Rotationsgeschwindigkeit ausgleicht. Die Genauigkeit ist dann aber eine sehr groge. Schumann fand die Schwankungen, die er mittels des Zeitsinnapparates (vgl. Nr. 230) konstatieren konnte, geringer als ein Promille.
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