﻿SPINDLER & HOYER, » GÖTTINGEN.
einklemmt. Durch Niederdrücken des Tasters wird der Kolben, wie Schema II b zeigt, gehoben und das Pendel losgelassen. Die Konstruktion der Taster des kürzeren Pendels ist dieselbe, nur dag dort zwei Tasterhebel unter dem Zapfen B ansegen, so dag dieser legtere in gleicher Weise durch jeden von beiden gehoben werden kann. Die Kontaktvorrichtung c am vorderen Taster ist ohne weiteres aus dem Schema verständlich. Die Feder f soll die Sicherheit des Kontaktes verbürgen.
Preis Modell I . Mk. 55.— „	„ II . „ 100.-
Anmerkung über Verbesserungen. Ein Kontakt wie bei Modell II, der bei Beginn der Taster bewegung geöffnet wird, ist auch in Modell I eigentlich schon vorhanden, nämlich der Kontakt zwischen den Flächen a und b (vgl. Schema I a und I b), der durch die Wirksamkeit der Feder F noch gesichert ist. Es ist daher, nach einem Vorschläge von Rupp, nur nötig, den Teil B von dem Taster zu isolieren, und Klemmen anzubringen, um diesen Kontakt auch elektrisch verwendbar zu machen und damit, nach dem oben Gesagten, das Anwendungsgebiet des Apparates bedeutend zu vergrößern. Das Modell I wird auch mit dieser Ergänzung geliefert und zwar mit einem elektrischen Kontakt auch für den zweiten Taster, wodurch sich der Appparat noch zu manchem anderen Zwecke verwenden lassen dürfte.
Auf Wunsch wird ferner, einer Bemerkung in der oben zitierten Abhandlung gemäß, der Apparat so konstruiert, daß die Loslassung der Pendel elektrisch, durch Öffnung eines Stromes, herbeigeführt wird. Dadurch ist es erstens möglich, eine Reihe weiterer Reizinstrumente zu verwenden, wie die Treffer-Apparate No. 217 und 218, den Expositionsapparat No. 219, die elektrische Tastfeder No. 208, die Schallschlüssel No. 201 und 203, den Lippenschlüssel No. 204, den Schallhammer No. 205 etc. Ferner können außer dem Taster als Reaktionsinstrument der Lippenschlüssel und der Schallsdhlüssel in Anwendung gebracht werden. Natürlich kann der Apparat auch so konstruiert werden, daß er sowohl mechanische als auch elektrische Loslassung der Pendel gestattet.
Hängt man endlich die Pendelscheibe nicht an Fäden auf, sondern an einem festen Stab, so kann man, nach einem Vorschläge von Rupp, durch ein an einer Skala verschiebbares Gegengewicht, die Schwingungsdauer variieren und dadurch den Apparat nach Bedürfnis so einrichten, daß er eine Zeitmessung in ‘/so, li2o, Vio Sekunden, vielleicht auch in Vioo Sekunden zu bestimmen gestattet. Alle diese Verbesserungen ändern den Preis nur unbedeutend.
No. 5. Graphisches Chronometer nach Jaquet. Dieses wegen seiner bequemen Form und wegen seiner großen Präzision sehr verbreitete Instrument kann zu verschiedenen Zwecken verwendet werden. Zunächst dient es als Stoppuhr : durch Druck auf den kleinen Hebel a wird das Zeigerwerk in Gang geseßt, durch Druck in entgegengeseßter Riditung wird es arretiert ; die Zwischenzeit kann in Sek. und 1j6 Sek. abgelesen werden. Drückt man auf den Hebel b, so schnellen die Zeiger in die Nullstellung zurück. Dabei wird im Innern des Uhrwerkes ein Kontakt geschlossen, der die beiden Klemmen r und r’ verbindet. Vor allem aber dient das Instrument dazu, auf einem Chronographen oder Kymographion Sekunden oder Fünftelsekunden zu registrieren. Man läßt zu diesem Zwecke entweder den sehr leichten Schreibhebel d des Instrumentes selbst auf der berußten Flädie schreiben, oder man leitet durch einen anderen am Chronographen schreibenden elektromagnetischen Markierer und
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