﻿SPINDLER & HOYER, « GÖTTINGEN.
Der von uns konstruierte Kontrollhammer unterscheidet sich von den üblichen in erster Linie durch die Konstruktion der Doppelkontakte, indem hierbei nach dem Vorschläge von Rupp das einfachere Prinzip der Ewald-schen Wippe benugt ist. Durch Bewegen der Zunge z nach unten — siebe Schema I und II — wird fast in genau demselben Zeitmoment der Kontakt K2 gesdilossen und der Kontakt K2 geöffnet. Dag die Lage II erhalten, also K, dauernd geöffnet, K2 dauernd gesdilossen bleibe, wird bewirkt durch den Zahn A, der bei Lage II durdi eine Feder unter den hinteren Hebelarm der Zunge z ge-sdinellt wird und so deren Rückbewegung hemmt. Will man zum Zwecke eines neuen Versuches die Ausgangslage wieder hersteilen, so drückt man mit der Hand den Zahn A in die Lage I zurück.
Die Fallgeschwindigkeit und damit die Kontrollzeit kann man durch Verstellen des Laufgewichtes innerhalb weiter Grenzen variieren. Daher wurde davon abgesehen, den Elektromagneten oder die Kontakte verstellbar zu machen.
Um zur Messung der Kontrollzeit keines separaten Chronographen oder Kymographions zu bedürfen, ist mit dem Hammer die Chronographplatte S fest verbunden. Sie wird direkt berugt und an sie eine Stimmgabel mit Sdireibspige heranbewegt, die, während die Platte fällt, eine Wellenlinie auf ihr aufzeichnet. Jeder Welle entspricht bei einer Gabel von 250 Schwingungen eine Fallzeit von 4 o. Man will jedodi nicht die ganze Fallzeit des Hammers, sondern nur die Zeit wissen, die er braudit, um vom oberen zum unteren Kontakt zu kommen. Zu dem Zwedce bringt man ihn nadieinander in diese beiden Lagen, hält ihn fest und besdireibt jedesmal mit der Stimmgabel eine horizontale Marke (a a und b b). Dann lägt man den Hammer wie gewöhnlich von oben bis unten fallen, während die Gabel ihre Schwingungen aufzeichnet und zählt die Schwingungen zwischen den Marken (vergl. nebenstehende Zeichnung). Natürlich mug man mehr solche Messungen z. B. 10 ausführen, wobei man sidi gleichzeitig überzeugt, ob der Hammer mit konstanter Geschwindigkeit fällt.
Damit man diese Bestimmung exakt und bequem ausführen kann, wird zu dem Apparat ein Stativ für die Stimmgabel geliefert, das 1. gestattet, die Sdireib-spige horizontal an der Platte entlang zu führen zum Aufzeichner der horizontalen Marken, und das 2. ermöglidit, die Gabel von der Platte zurückzuziehen und dann wieder genau um denselben Betrag gegen die Platte zu schieben. Wenn man nämlidi vor einer neuen Messung die Platte hochheben will, mug man die Schreibspige vorerst entfernen, da sie sonst bei der Hebung verbogen würde. Für die Schreibung mug dann die Spige wieder genau um denselben Betrag hinbewegt werden, da sonst, wie leidit einzusehen, die horizontalen Marken ihre Giltigkeit verlieren könnten. Dies ist durch eine Trommelablesung an dem Stimmgabelstativ ermöglidit,
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