﻿SPINDLER & HOYER, = GÖTTINGEN.
gezeichneten) Endlage ist 3 mit 2 verbunden. Die Feder f ist in sinnreicher Weise so gebogen, dag sie sowohl den Kontakt K, wie den Kontakt K2 sichert. Der hintere Teil des Hebels gleitet an ihr mittels eines kleinen Röllchens. Um den Hebel wieder in die Ausgangslage zurückzubewegen, bedient man sich am besten der in der Figur sichtbaren Gummiballen. Durch Zusammendrücken derselben wird nämlich der Stift o — vgl. Sdiema II — nach links vorgestogen, der wieder seinerseits den Hebel in die frühere Lage zurückbewegt.
Vier so konstruierte Kontaktvorrichtungen werden mit dem Pendel geliefert; zwei sind auf die vordere Leiste 12, zwei auf die hintere Leiste 1, aufzusegen. Zwischen den beiden Leisten schwingt das Pendel. Zwei gegenüberliegende Kontakte können einander beliebig genähert, ja auch gleichzeitig vom Pendel ausgelöst werden. Dasselbe erreicht man auch mittels des an die Pendelstange anschraubbaren Zusagstückes, das einen kurzen der Pendelstange parallelen Stab trägt, welcher in gleicher Weise wie diese die Hebel h mitnimmt.
Infolge seiner großen Masse braucht das Pendel jedesmal genau dieselbe Zeit, um von einer Kontaktvorrichtung zur anderen zu gelangen. Hat man also die Stellung derselben fixiert — die Ausgangslage des Pendels ist bei diesem Modell stets dieselbe — so kann man dieselbe Zeit beliebig oft und leicht wieder hersteilen. Daher eignet sich das Instrument zur Kontrolle des Hipp. Die Messung der Kontrollzeit geschieht auf chronographisehem Wege (oder mittels eines schon geprüften Chronoskopes).
Gegenüber dem Kontrollhammer hat das Pendel den Vorzug, dag man die Kontrollzeit beliebig klein und beliebig grog madien kann — legteres dadurch, dag man das Pendel Zwischenschwingungen zwischen der ersten und der zweiten Hebelverschiebung ausführen lägt. Daher dürfte es sich auger zur Hippkontrolle zu mancherlei anderen Zwecken verwenden lassen.
Preis Mk. 886.—
No. 16. TJniversalpeildel nach Kupp. Dieses Instrument ist noch nicht fertiggestellt. Es soll folgende Funktionen haben: 1. Es soll wie das eben genannte Pendel beim Schwingen Kontakte auslösen. Dieselben sollen an einer von vornherein geeichten Skala so eingestellt werden können, dag die Zeit zwischen ihren Auflösungsmomenten eine beliebige, gegebene Gröge besigt. Eine chronographische Messung dieser Zeit ist daher nicht mehr nötig. Es werden verschiedene Kontaktvorrichtungen konstruiert, so dag sich das Instrument u. a. zu den verschiedenen Zeitsinnversuchen eignen wird. 2. Anstatt der Pendelscheibe erhält das Instrument einen innerhalb weiter Grenzen variierbaren Spalt, der sowohl eine taehistoskopische wie auch eine dauernde Exposition (für Reaktiousversiiche) eines Objektes von beliebiger Gröge (vgl. Expositionsapparat No. 219) gestattet. Auch zur Unterbrediung einer durch Rohre zu- und abgeleiteten Luftwelle, also für akustische Reize, ist das Instrument verwendbar. 3. Endlich soll das Instrument auch als Chronoskop (Pendelchronoskop) eingerichtet werden (nach dem Modell von Bergström), u. zw. sowohl für genauere Messungen (wie beim Hipp), wie audi für gröbere. Natürlich hat dieses Chronoskop als Kontaktpendel sein Koutrollinstrument in sich.
17