﻿SPINDLER & HOYER ° GÖTTINGEN
befestigt, ungefähr ebensoweit von dem Stabe abstehen, wie die Spigen des Chronometers. Die Gröge des erwähnten Chronometers ist deshalb als Norm für die Dimensionen der übrigen Apparate gewählt, weil dieses Instrument sehr verbreitet ist. Die genauere Einstellung' aller Spitzen in eine Gerade ist bei den einzelnen Instrumenten in verschiedener Weise vorzunehmen: Bei den Marey’schen Schreibern, bei denen der Schreibhebel in einem Strohhalm besteht, der über einen Stift gesteckt wird (vgl. No.29, Seite 26 oben), schiebt man einfach den Halm an dem Stift etwas nach vorne oder hinten. Unsere neuen Modelle (Nr. 29, 31 u. 32) gestatten außerdem, den Hebel mittels einer Schraube in seiner Längsrichtung zu verschieben, so dag man die erwähnte Einstellung sehr bequem und genau ausführen kann.
e)	Nachdem man die Schreibapparate einzeln richtig eingestellt und ihre Spigen genau in eine Gerade gebracht hat, ist es von Wert, sie nunmehr gemeinsam von der Trommel weg und wieder genau in dieselbe Lage zurückbewegen zu können, ohne sie neuerdings einstellen zu müssen (vgl. das Schema zu b). Dies ermöglichen die im folgenden ausgeführten Stative.
f)	Sollen endlich bei Kymographien ohne Senkung dieselben Apparate mehrere Kurven oder Kurvengruppen neben- beziehungsweise untereinander aufzeichnen, so mug man die Schreiber gemeinsam längs der Trommel parallel zur Axe derselben verschieben. Die Präzisions-Stative No. 45 und 46 gestatten, alle Schreibapparate, nachdem sie einmal richtig eingestellt sind, gemeinsam in dieser Weise zu versdiieben und zwar so, dag keine neue Einstellung der einzelnen Apparate mehr nötig ist.
No. 29. Marey’sclie Schreiber, 5 cm Kapseldurchmesser, Neu-
konstruktiou. Der Apparat hat folgende Feinstellungen:
a) Zur Variierung der Empfindlichkeit ist die Luftkapsel gegen den Schreibhebel verstellbar. Die Drehaxe f des Hebels ist nämlich mittels der Verbindungsleiste B mit dem zunächst als feststehend zu denkenden parallelepipedischen Stüde A fest verbunden. In diesem Stück gleitet der Schlitten a a, indem er durch die Spindel der Schraube S1 hin und hergeschoben und durch 2 Stangen geführt wird. An dem Schlitten sigt die Luftkapsel, die sich bei Bewegung des ersteren gegen den Schreibhebel verschiebt. Dadurch rückt aber der Angriffspunkt y der Kraft dem Drehpunkt ß des Hebels näher oder von ihm weg, und die Schreibspige wird bei gleicher Kraft verschieden groge Exkursionen machen. Man hat es dadurch in der Hand, die Empfindlichkeit des Schreibers zu variieren. So wird man bei den schwachen Erhebungen der Kapselmembrane, wie sie bei Registrierung des Pulses entstehen, die Kapsel so stellen, dag ihr Stift nahe dem Drehpunkt ß angreift, während bei Registrierung der viel ausgiebigeren Atembewegungen der Angriffspunkt ziemlich weit nach rechts vom Drehpunkt verlegt werden mug.
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