﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
No. 51. Kanteuapparat nach Hillebrand. (Zeitsehr. f. pSych., Bd. vii Seite 108). Der Apparat dient dazu, einem Auge Objekte in verschiedenen Entfernungen in der Weise darzubieten, dag die Beurteilung der Entfernung nur auf Grund der Akkommodationserscheinungen und der damit unvermeidlich verbundenen Konvergenz möglich ist, während alle anderen Motive der Tiefenlokalisation, z. B. Änderung der
Bildgröge bei Änderung der Entfernung, ausgeschlossen sind. Auf einer horizontalen Grundplatte ist eine kurze vertikale Axe A befestigt, um welche sich die 2 horizontalen Winkel B drehen. Auf ihren 1 m langen Führungsschienen aus Metall m m, sind die SdiieberP P1 geräusdilos verschiebbar, welche vertikale Rahmen tragen, über die auf der dem Beobaditer zugekehrten Seite die undurchsichtigen Kartonschirme S S1 gespannt sind. Die inneren vertikalen Kanten dieser beiden Sdiirme, welche die auf ihre Entfernung hin zu beurteilenden Objekte bilden, sind ganz sdiarf und genau geradlinig gesdinitten, so dag nicht durdi irgend welche Unregelmägigkeiten in denselben (Fasern, Krümmungen) Anhaltspunkte für die Tiefenschägung gegeben werden können. Bei der innersten Lage eines jeden Winkels — der linke Winkel ist in der Figur in dieser Lage dargestellt — steht seine Kante genau in der Symmetrieebene des Apparates. Das Auge des Beobachters befindet sich über der Axe A und blickt durch ein kurzes, ausziehbares Rohr mit länglicher Öffnung nach vorne. Das Rohr steckt in dem Schirme R, welcher die übrigen Teile des Apparates verdeckt. Den Hintergrund bildet die mattgeschliffene, durch die Lampen L L1 hell beleudrtete Mildiglasplatte M. Die beiden Winkel können durch ein Bogenstiidc f so verkuppelt werden, dag, wenn man sie in der Ridrtung des Pfeiles dreht, die Kante des Sdiirmes S1 eben in das Gesichtsfeld tritt, wenn die Kante von S dasselbe verlassen hat. Auf diese Weise lägt sidi ein sdmeller Wedisel der beiden Objekte erzielen. Die Stellung der Sdiieber und damit die Entfernung der Kanten vom Auge kann an einer auf m und mj angebrachten Millimeterteilung abgelesen werden.	Preis Mk. 75. —
No. 52. Spiegelhaploskop nach Hering. (Hermann’s Handbudi d. Physiol. Ill 1 Seite 393 f. und Hillebrand, Die Stabilität der Raumwerte auf der Neghaut, Zeitsdir. f. Psych., Band V Seite 38.) Auf einem horizontalen Metallrahmen ruhen die zwei symmetrischen Sektoren S, S2, auf denen in den vertikalen Axen A, A2 zwei Lineale S, S2 drehbar sind (siehe das Schema). Die Sektoren samt den Linealen können ein wenig einander genähert oder entfernt werden. Jedes Lineal trägt ein kleines Stativ, in welchem ein Spiegelchen Sp, bez. Sp2 verstellbar ist. Diese Spiegel-chen werden so orientiert, dag sie mit der Längsrichtuug der Lineale einen Winkel von 45 Graden bilden, und dag ihre Ebene vertikal steht. Ferner sind auf den Linealen die Schlitten Sch, Seh2 versdiiebbar, auf welche versdiiedene Rahmen aufgesegt werden können.
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