﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
drehbar sind. An ihren Enden wird der feste Rahmen des Isoskopes befestigt. Das Gewicht derselben wird durch die Gegengewichte Q ausgeglichen. Der Kopfhalter wird so gerichtet, daß seine Axe a a1 mit der Axe m m‘ des Rahmens R genau in eine Gerade fällt. Dreht man dann das Isoskop um m m1, so dreht es sich um eine durdi die Drehpunkte der Augen gehende Gerade. Fixieren die Augen dabei stets dieselben Punkte der Fäden des Isoskopes, so wird auf diese Weise die Blickebene geneigt. Von dieser Bewegung wird bei kleinen Neigungen der Blidcebene Gebrauch gemacht. Will man größere erzielen, so dreht man den Kopfhalter.
Wie man kontrollieren kann, dag die Axe a a1 durch die Drehpunkte der Augen geht, und wie man die Primärstellung erreidit, möge man aus der oben zitierten Abhandlung S. 111 entnehmen.	Preis Mk. 150.—
No. 66. Ophthallliotrop nach Knapp (vgl. Helmholß, Physiolog. Optik, II. Aufl., S. 667). Zwei die Augapfel repräsentierende weiße Kugeln, in welchen Linse, Iris und Pupille markiert sind, sind in Kugelgelenken allseitig drehbar. An den Punkten, welche den Angriffspunkten der Muskel entsprechen, greifen Sdinüre an, die so geführt sind, dag auch ihre Richtung der Richtung des Muskelzuges entspricht. Durch Ziehen an diesen Schnüren kann man demonstrieren, welche Wirkung die Kontraktionen der einzelnen Muskel haben und durdi welche Muskelkontraktionen die einzelnen tatsächlich vorkommenden Augenbewegungen Zustandekommen.	Preis Mk. 80.—
No. 67. Pliaenoplitkahiiotrop nach Ponders. („Die Bewegungen des Auges, veranschaulicht durch das Phaenophthalmotrop“, Archiv f Ophthalmologie, Bd. 16 Abt. I.) Während die Ophthalmotrope zeigen, wie die Augenbewegungen durch Innervation entsprechender Muskel Zustandekommen, soll dieses, aus praktischen Vor-lesungsbedürfnissen hervorgegangene Instrument in erster Linie die Geseße der
Augenbewegungen selbst, vor allem das Listing’sche Geseß, anschaulich machen. Weldie Muskel verkürzt, bezw. passiv verlängert werden müssen, um diese Bewegungen zu erzeugen, ist eine zweite Frage, die sich, sobald man die Bewegungen selbst klar vor Augen hat, leicht beantworten läßt.
Der Augapfel O O ist um die Axe a a in dem Ringe R drehbar. Dieser Ring dreht sich wieder um die in der Figur horizontal liegende Axe a’, welche in dem Ringe R’ R’ gelagert ist. Dieser endlich läßt sich mittels des Stiftes S konzentrisch im Ringe R” drehen. Außerdem ist die vorne im Augapfel steckende Röhre r um ihre eigene Axe zu drehen.
Jede der genannten Drehungen kann ihrem Betrage nach an einer Gradteilung
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