﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
auf dem Schirm scharfe, vollkommen gleiche Schatten. Natürlidi mug die Lampe in genügender Entfernung aufgestellt werden ; damit ferner die Konturen der Lichtquelle durch den Sdiirm nicht sichtbar sind, segt man vor dieselbe Rauchgläser, durch die man zugleich die Intensität des Lidites regulieren kann.
Die drei Stridie, die audi durch Punkte oder andere Objekte erseht werden können, werden mit den Glasplatten gegeneinander versdioben, indem man an Stäben anfagt, die rechts unten an die Rahmen angesegt sind. Diese Stäbe sind mit einer Millimeter-Skala von 20 cm Länge versehen; ein feststehender Nonius für jeden Stab dient zur Ablesung, die durch eine davor befindliche Lupe noch erleichtert wird. Die drei Skalen haben in der Mitte ihren Nullpunkt. Stellt man die Nonien auf diesen ein, so decken sich die drei schwarzen Streifen ganz genau und stehen in der Mitte des quadratischen Gesichtsfeldes. Von da kann jeder Streifen mit seinem Rahmen 10 cm nach rechts wie nadi links geschoben werden. Die Glasplatten sind so breit, dag bei diesen Verschiebungen kein Rand einer solchen in das Gesiditsfeld tritt. Eine Platte kann so weit verschoben werden, bis der Strich nicht mehr auf dem Schirm zu sehen ist ; wieder ohne dag deshalb ein Rand in das Feld tritt. Dies hat den Zweck-dag man auch Versuche über Success!vVergleichung anstellen kann.
Da eine genaue Einstellung mit der Hand schwierig ist, ist auch eine Feinstellung mittels Schraube angebracht. Die Stange, die man einstellen will, wird zu diesem Zwecke mit einer Schraube an einen kleinen Schlitten geklemmt, weldier samt der Stange mikrometrisch verschoben wird.
Im Falle man die eine Distanz (Hauptdistanz) zwar verschieben, aber doch konstant lassen wollte, wäre es unbequem, jeden der Striche einzeln einstellen zu müssen. Es ist daher die Einrichtung getroffen, dag 2 beliebige Stangen gekuppelt werden können. Damit sich, wenn man eine der Stangen verschiebt, die andere nicht mit verschieben kann, ist cs nötig, nach jeder Einstellung die betreffende Stange zu fixieren, was durch Schrauben, welche den Nonien gegeniiberstehen, ermöglicht ist.
Der ganze bis jegt beschriebene Teil des Apparates kann gedreht werden, so dag die Striche nicht blog in horizontaler, sondern auch vertikaler oder schräger Richtung zu verschieben sind. Man kann also mit dem Apparate auch die Fähigkeit prüfen, vertikale oder sdiräg stehende Distanzen zu vergleichen.
Der Apparat steht auf einem kräftigen Stativ, in dem er verschieden hoch, entsprechend der Augenhöhe des Beobachters, eingestellt werden kann.
Man kann auch das Tageslicht zur Beleuchtung verwenden; der Apparat wird dann gegen das Fenster gestellt, mit der Sdiirmseite diesem zugekehrt; man betraditet also nicht die Schattenbilder der Streifen, sondern diese selbst, der Schirm bildet nur einen gleidimägigen Hintergrund. Man mug aber dabei berücksichtigen, dag die 3 Striche nicht ganz in einer Ebene, sondern 1, 3 und 5 mm vor dem Schirm stehen.
Der Apparat wird in 2 Formen geliefert; beim einfacheren Modell kann der Rahmenapparat nicht gedreht werden; die Stridie sind also nur in horizontaler Richtung verschiebbar. Auch das verstellbare Stativ ist weggelassen, der Rahmenapparat ruht mit zwei einfadien Fügen auf dem Tisdie.
Preis des einfacheren Modells Mk. 250.— Preis des komplizierteren Modells Mk. 350.
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