﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
No. 103. Adaptometer nach Nagel. (Zwei Apparate für die augenärztliche Funktionsprüfung, Zeitschrift f. Augenheilkunde, Bd. 17, H. 3.) Das Adaptometer gestattet, den Adaptionszustand (Hell-Dunkel-Adaption) in außerordentlich genauer Weise zu messen, indem es die Bestimmung ermöglicht, wie hell eine weiße Fläche von bestimmter Größe beleuchtet werden muß, damit sie sich von der völlig dunklen Umgebung (Dunkelzimmer) eben abhebt (absolute Schwelle).
In dem einen Ende des Kastens sind drei Osmiumlampen aufgestellt, die sich durch ihr konstantes Licht auszeidinen. (Ihre geringe Gelbvalenz wird durch eine blau gefärbte Milchglassdieibe kompensiert.) Sie beleuditen eine in die gegenüberliegende Wand eingelassene Milchglasplatte m3, welche das von dem Beobaditer zu betrachtende Objekt bildet. Da die Schwelle bei verschiedener Größe des beleuchteten Feldes ver-sdiieden ist, so ist, um ein Normalfeld zu haben, bei den Apparaten der neuesten Konstruktion vor die Milchglasplatte eine Blende mit kreisförmiger Öffnung von 10 cm Durchmesser geseßt.
Beleuchten die Lampen direkt die Fläche m8, so liegt seine Helligkeit auch bei starker Helladaptation bedeutend über der Schwelle. Es handelt sich also darum, die Lichtstärke absdiwächen zu können. Dies ist erstens durch drei durdilöcherte Metallscheiben ermöglicht, deren Löcher eine solche Größe haben, daß durdi Einschieben der hintersten Scheibe die Intensität auf herabgeseßt wird, und ebenso durch Hinzufügen der mittleren und vorderen Scheibe die Intensität jedesmal auf l/20 des früheren Betrages sinkt; zusammen bewirken also die 3 Scheiben eine Herabseßung der Liditstärke auf ‘/soso- Weiter befindet sidi in der Mitte des Kastens ein Aubert’sches Diaphragma, dessen Öffnung zwisdien 1 und 10000 mm2 variiert werden kann. Die Beleuchtungsstärke von ms ist aber der Größe der Diaphragmaöffnung proportional. Also verhalten sich die extremen Beleuditungsstärken, die durdi Ein- und Ausschieben der Platten und durch Verstellen des Diaphragmas erreidibar sind, wie 1:80 Millionen. Die Öffnung des Diaphragmas wird durch Drehen des Steuerrades Tr variiert und seine Größe durdi das Fenster K in der oberen Wand des Kastens an einer Skala abgelesen.
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