﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
No. 114. Spektralfarbenmischapparat nach Helmholtz, verbessert
Iiacll König'. Dieses Modell zeigt folgende Vervollkommnungen gegenüber dem eben beschriebenen: 1) Auger den zwei Hauptkollimatoren besigt der Apparat zwei Nebenkollimatoren zur Beimischung von weigern Licht. Durch Änderung der Spaltbreite wird die Intensität des weigen Lichtes reguliert. 2) Die Brenner sind mit den Kollimatoren gemeinsam auf starken, um die Vertikalaxe des Apparates drehbaren Armen montiert, so dag ihre Lage zu den Kollimatoren stets genau dieselbe ist und dies nicht erst durch besondere Mittel kontrolliert werden mug. 3) Der Okularspalt ist bilateral verstellbar und durch Schieber nach oben und unten beliebig zu begrenzen. Der Okularauszug ist mittels Triebes einzustellen.
Preis Hk. 3500.—
No. 115. Grosser Spektralfarbenmischapparat nach Helmholtz, verbessert nach König'. Bei diesem Modell kommt gegenüber den beiden vorigen noch folgendes hinzu: 1) Die grogen doppelbrechenden Prismen in den Kollimatoren können herausgenommen werden. 2) Die Kollimatorspalte sind von der Mitte aus durch Schnurläufe zu variieren. 3) Die Nebenkollimatoren sind mit eigenen Lampen, 4) mit Nikolschen Prismen versehen, und sie sind 5) für weiges und homogenes Licht eingeriditet, u. zw. einseitig durdi Einschalten eines Reflexions- bezw. Flintglasprismas und für beide Hälften durch Einschalten eines planparallelen Spiegels. 6) Ein Okular-aufsag mit kreuzbaren Nikols dient zur gleichmägigen Änderung der Intensität beider Felder. 7) Einrichtung zur seitlichen Fixierung (peripheren Betrachtung). Dem Apparat werden beigegeben 4 Gaslampen mit Metallzylindern, 4 Gasglühlichtlampen, 4 Zirkonlampen mit Linnemann’schen Brennern und 1 Extragaslampe für diffuses Licht; endlich 2 groge Kästen zur Aufbewahrung der optischen Teile.
Preis Mk. 8000.—
No. 116. Spektralfarbenmischapparat nach Asher. (Verhandlg. der deutsch-physik. Gesellschaft V. Jahrgang No. 18 und 19). Der Apparat unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten vom Helm-holg’schen Apparat: 1. Die homogenen Farben werden durch ein Beugungsgitter erzeugt, die Farben sind daher im Spektrum gleichmägig verteilt und ihre Abstände in demselben sind proportional den Differenzen ihrer Wellenlängen; dag das Spektrum lichtschwächer ist, stört wohl kaum. 2. Alle Spalte erhalten Licht durch denselben Auerbrenner, indem es, wie aus der Figur ersichtlich, durch zwei gekrümmte Spiegel sowohl in die rechten wie in die linken Spalte geworfen wird. 3. Praktisch wertvoll ist es, dag die Spalte vom Beobachter selbst eingestellt werden können.
Die Spalte können in ihrer Ebene nadi rechts und links verschoben werden. Je nach ihrer Lage fallen die Lichtstrahlen, nachdem sie durch die Objektivlinsen Û! 02 parallel gemacht worden sind, verschieden schräg auf das Gitter G auf, und dementsprechend gelangen in das Beobaditungsrohr Lichter verschiedener Wellenlänge. Das Licht des rechten
67