﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
wird, das nach Durchsegung der Konvexlinse L ein Loch in dem grogen weigen Schirm S ausfüllt. In deutlicher Sehweite (25 cm) vor dem Schirm befindet sich das Auge A des Beobachters, der somit die Spektralfarbe als scharfbegrenzten Kreis sieht. Die Gröge des Kreises ist so gewählt, dag er sich bei Fixation sicher nur im fovealen Gebiete der Neghaut abbildet. Durch Änderung der Breite des Kollimatorspaltes KS, welche mittels der einen der in der Figur sichtbaren Stangen vom Beob-
achter selbst vorgenommen werden kann, lägt sich die Intensität der Farbe variieren und so die Farbenschwelle bestimmen. Um die einzelnen Spektralfarben zu erhalten, wird, ebenfalls vom Beobachter aus, der Kollimator um die Axe des Spektrometers gedreht; mittels einer Skala, die man vorher geeicht hat, lägt sich die Wellenlänge des bei dieser Stellung siditbaren Lidites bestimmen.
Der Schirm S ist zu dem Zwecke da, um den Grund, auf dem die Farbe erscheint und der wegen der Kontrastwirkung, die er auf die Farbe ausübt, für die Schwelle von Bedeutung ist, variieren zu können. Dies geschieht am besten durch Beleuchtung mit dem Miiller-schen Zylinderepiskotister.
Ferner ist hinter der Okularlinse der Kreisel Kr mit freien Sektoren angebracht, welcher es gestattet, erstens der Farbe Weig zuzusegen und zweitens nach der Flimmermethode die Helligkeit derselben zu bestimmen. Auch diese Sdieibe kann man, zur Variierung ihrer Helligkeit, mit dem Zylinderepiskotister beliebig stark beleuchten.
Der Apparat lägt sich natürlich auch für periphere Betrachtung verwenden. Will man ferner bei Tagesbeleuchtung mit ihm Versudie anstellen, so hat man erstens zu sorgen, dag von vorne keine Strahlen in das Okular gelangen, die dann an dei Linse reflektiert und einen Zusag von weigern Licht ergeben würden, und zweitens wird man an passender Stelle drehbare weige Schirme anbringen, die je nach ihrer
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