﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
existieren. In ihrer Intensität abstufbare Instrumente sind u. a. zur Synthese von Klängen wichtig, da die Klangfarbe nicht blog eine Funktion der Zahl und Höhe der Obertöne ist, sondern auch eine Funktion der Stärke derselben.
5.	Möglichkeit, einen Ton (lauernd mit gleicher Intensität zu erzeugen. Dies ist wieder durch elektromagnetisch erregte Stimmgabeln möglich, aber auch durch Pfeifen und Flasdien, wenn man über ein konstantes Gebläse verfügt, wie es das Gebläse No. 166 oder noch besser die Luftpressen No. 167 und 168 sind. Solche Tonquellen sind nötig zu Reaktionsversuchen und tachistoskopischen Versudien. Der Ton wird dabei durdi eine Röhrenleitung geleitet, in weldrer an passender Stelle eine Unterbrediungs-vorrichtung angesegt ist, die die Tonwelle in einem bestimmten Momente durchlägt und bei tachistoskopisdren Versuchen nach einer gewissen Zeit wieder aufhält.
6.	Möglichkeit, mehrere Töne oder auch denselben Ton in stets gleicher Intensität und gleicher Klangfarbe wiederholt zu erzeugen. Wenn man in dieser Hinsicht sehr strenge Anforderungen stellt, so wird man z. B. die mit dem Bogen gestrichenen oder auf dem Gummikissen angeschlagenen Stimmgabeln und das mit der Hand zu zupfende Monochord nicht verwenden können. Eher eignen sich hierzu die Gabeln No. 129, die mitKlöppeln versehen sind, welche durdi eine Feder stets genau gegen dieselbe Stelle der Gabel geschleudert werden. Am besten aber sind wieder elektromagnetische Stimmgabeln, Zungen-u. Lippenpfeifen und Flaschen mit konstantem Gebläse. Die angegebene Forderung hat man zu stellen, wenn es sich um genaue Bestimmung der Unterschiedsempfindlidikeit für Töne und Intervalle handelt, weil die Vergleichung der Töne erschwert ist, wenn die Töne auch in anderer Hinsidit als in der Tonhöhe verschieden sind und weil solche Nebenunterschiede eine Verschiebung des Tonhöhenurteils bewirken können.
No. 129. Einzelne Stimmgabeln mit beliebigen Schwingungszahlen, etwa zwischen den Grenzen 50 und 2000. Die Schwingungszahl stimmt bis auf */2 Schwingung genau. Die Gabeln werden in folgenden Formen geliefert:
a)	Bloss die Gabel, ohne Resonator etc. Um ihren Ton deutlidi zu hören, hält man sie an das Ohr oder verstärkt denselben durch einen entsprechenden Resonator.
Preis pro Stck. Mb. 15. —
b)	Gabel auf parallelepipedischem Resonanz-kasten. Legterer steht auf Filzfiigchen, damit sich die Schwingungen nicht auf die Unterlage (z. B. Tisdiplatte) übertragen. Der Resonanzkasten ist beiderseits offen und genau abgestimmt, so dag das Instrument einen vollen und lang anhaltenden Ton gibt und auch für Demonstrationen in Hörsälen geeignet ist.
Preis Mk. 20.—
c) Elektromagnetische Gabel mit (Juecksilberkontakt („Unterbrechungsgabel“ nach Helmholg), ohne Resonator. Sie kann entweder als Erreger zu den Gabeln d) und e) oder, indem man einen verstärkenden Resonator in die Nähe der Zinken-
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